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Klage von Amazon: Gericht stoppt Pentagon-Auftrag an Microsoft | BR24

© pa/dpa/Charles Dharapak

Klage von Amazon: Gericht stoppt Pentagon-Auftrag an Microsoft

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    Klage von Amazon: Gericht stoppt Pentagon-Auftrag an Microsoft

    Das Pentagon vergab einen Cloud-Großauftrag an Microsoft, obwohl lange Zeit Amazon favorisiert wurde. Amazon witterte dahinter eine Einflussnahme von US-Präsident Trump, zog vor Gericht - und gewann vorerst.

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    Der milliardenschwere Cloud-Auftrag des US-Verteidigungsministeriums an Microsoft ist aufgrund der Klage des Mitbewerbers Amazon vorläufig gestoppt worden. Das zuständige Gericht gab einem entsprechenden Antrag auf einstweilige Verfügung statt. Amazon wirft US-Präsident Donald Trump vor, sich unrechtmäßig in den Vergabeprozess eingemischt zu haben.

    Bei dem Streit geht es um das sogenannte Jedi-Projekt zum Aufbau eines Cloud-Systems, mit dem Informationen aller Zweige der Streitkräfte in einem System unter Einsatz künstlicher Intelligenz ausgetauscht werden sollen. Der zehn Milliarden Dollar schwere Auftrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren war im vergangenen Oktober überraschend an Microsoft gegangen, obwohl Amazon als Favorit gegolten hatte.

    Amazon vermutet Einmischung von Trump

    Wegen der Vergabe des Auftrags läuft schon seit Monaten ein erbitterter Streit zwischen dem Amazon-Konzern und der US-Regierung. Das Unternehmen des laut "Forbes" reichsten Menschen der Welt, Jeff Bezos, hatte im November Klage eingereicht.

    Es ist der Ansicht, aufgrund "unzulässigen Drucks von Trump" nicht den Zuschlag erhalten zu haben. Dies sei die "plausibelste" Erklärung für mehrere "offenkundige, unerklärliche" technische Fehler, die zur Vergabe an den Konkurrenten Microsoft geführt hätten, erklärte der Internetkonzern. Das US-Verteidigungsministerium wies die Vorwürfe zurück.

    Trump und Bezos liegen schon länger über Kreuz. Ein Grund: Dem Amazon-Chef gehört die regierungskritische Zeitung "Washington Post", die Trump ein Dorn im Auge ist. In der Vergangenheit attackierte der Präsident immer wieder Bezos - meist via Twitter.

    Anwälte fordern Aussage unter Eid

    Amazons Anwälte wollen, dass die Auftragsvergabe erneut geprüft und neu entschieden werden soll. Zuletzt hatten sie sogar gefordert, Trump solle unter Eid aussagen. "Es steht viel auf dem Spiel: Die Frage ist, ob es dem Präsidenten der Vereinigten Staaten erlaubt sein sollte, das Budget des Verteidigungsministeriums für seine persönlichen und politischen Ziele zu nutzen", hieß es im Dezember.

    Amazons Web-Plattform AWS ist im lukrativen Cloud-Geschäft mit IT-Diensten und Speicherplatz im Internet klarer Marktführer.

    Microsoft zeigte sich enttäuscht von der Gerichtsentscheidung, gab sich aber sicher, das Projekt doch noch umsetzen zu können. Das Verteidigungsministerium und Amazon äußerten sich nach dem Urteil noch nicht.