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Eifersuchtstat in Kitzbühel: Mann tötet fünf Menschen | BR24

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Bluttat in Kitzbühel: Junger Mann löscht ganze Familie seiner Ex aus

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Eifersuchtstat in Kitzbühel: Mann tötet fünf Menschen

Der österreichische Nobelort Kitzbühel steht unter Schock: Aus Eifersucht soll ein 25-Jähriger seine Ex-Freundin und vier weitere Menschen erschossen haben. Nach der Bluttat hatte sich der junge Mann bei der örtlichen Polizei gestellt.

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In der Nacht zum Sonntag sind in Kitzbühel drei Männer und zwei Frauen getötet worden. Dabei handelt es sich um ein Elternpaar, ihren 25-jährigen Sohn, ihre 19-jährige Tochter und deren 24 Jahre alten Freund. Tatverdächtig ist ein junger Mann aus dem Ort, der sich nach der Tat der Polizei stellte und gestand.

Tatmotiv: Liebes-Aus

"Ich habe soeben fünf Menschen ermordet" - mit diesen Worten legte der 25-jährige Andreas E. um sechs Uhr in der Früh bei der Polizei in Kitzbühel eine Waffe auf den Tisch. Das gab das Landeskriminalamt Tirol auf einer Pressekonferenz bekannt. Tatmotiv laut Polizei: Die "Beendigung einer Liebesbeziehung".

Der Tatverdächtige war bis vor zwei Monaten mit der 19-jährigen Tochter der Familie zusammen und am Samstagabend mit ihr in einem Lokal in Streit geraten. Am frühen Sonntagmorgen soll er dann zum Haus der Familie gefahren sein, wo ihn der Vater seiner Ex-Freundin aufforderte, zu gehen.

Ex-Freund holt Waffe seines Bruders

Der Tatverdächtige soll daraufhin die Waffe seines Bruders geholt und gegen 5.30 zum Tatort zurückgekehrt sein. Über den Balkon stieg er in die Einliegerwohnung seiner Ex-Freundin ein, die in dem Einfamilienhaus liegt. Er erschoss zuerst Vater, Mutter und Bruder, dann die 19-Jährige und ihren neuen Freund.

Die Waffe sei registriert und in einem Tresor eingeschlossen gewesen, sagte die Polizei. Wie Andreas E. an sie kam, ist unklar. Er stammt aus Kitzbühel, ist laut Polizei nicht vorbestraft und galt als ruhig. Vor Jahren habe er aufgrund kleiner Delikte Kontakt mit der Polizei gehabt.

Kitzbühler sind geschockt

In Kitzbühel herrscht Bestürzung. "Wir sind alle schockiert und in tiefer Trauer", sagte Kitzbühels Bürgermeister Klaus Winkler. Die Familie des Opfers, aber auch die Familie des Tatverdächtigen seien im Ort angesehen gewesen. "Das ist noch nie da gewesen, dass eine ganze Familie so tragisch ausgelöscht wurde", so Winkler.

Der Einsatz in dem 8.000-Einwohnerort, der vor allem für gediegenen Wintersport-Tourismus bekannt ist, könnte sich noch mehrere Tage hinziehen. Neben den Ermittlern sind auch Kriseninterventionskräfte vor Ort, um Betroffene zu betreuen.