Kinder in einer integrativen Kita

Bildrechte: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Waltraud Grubitzsch
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KITA-Verband fordert mehr Geld für Betreuung von Kindern

KITA-Verband fordert mehr Geld für Betreuung von Kindern

Die Verbände der Kita-Fachkräfte in Deutschland fordern, dass Bund und Länder nach der Bundestagswahl massiv mehr Geld in die Betreuung von Kleinkindern stecken. Aktuell fehlen für ein kindgerechtes Bildungsangebot in Kitas etwa 100.000 Fachkräfte.

Die Verbände der Kita-Fachkräfte in Deutschland fordern, dass Bund und Länder nach der Bundestagswahl massiv mehr Geld in die Betreuung von kleineren Kindern stecken. In einem Positionspapier warnten sie vor einem eklatanten Fachkräftemangel.

Viele Kinder auf zu engem Raum

Schon jetzt fehlten für ein kindgerechtes Bildungsangebot in Kitas etwa 100.000 Fachkräfte, warnten sie in einem veröffentlichten Positionspapier mit zwölf Forderungen. "Viele Kinder auf zu engem Raum ist leider überwiegend die traurige Realität in Kitas", heißt es darin.

Hoher Krankenstand durch Überbelastung

Oft müssten Erzieherinnen tage- und zum Teil wochenlang allein Kindergruppen von 15 und mehr Kinder betreuen, was physisch und psychisch sehr belastend sei, sowie auch haftungsrechtlich problematisch. Das führe zu einem hohen Krankenstand, einer hohen Fluktuation, der Reduzierung der Arbeitszeit oder eben auch in letzter Konsequenz zur Kündigung.

Bescheidener Verdienst und kaum Aufstiegsmöglichkeiten

Ein weiterer Grund für die schwierige Situation sind nach Einschätzung der Verbände auch die bescheidenen Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten. Trotz der Anpassung der Gehälter von pädagogischen Fachkräften, liegen die Gehälter weiterhin 15 bis 20 Prozent unter dem Durchschnitt der bundesdeutschen Verdienste, heißt es weiter in dem Papier. Dies bedeute unter anderem, dass für die später zu erwartende Rente Altersarmut drohe.

Die Situation werde noch verschärft, dass zwar der Kitaausbau politisch forciert werde, die Ausbildung und Qualifizierung der Fachkräfte aber hinterherhinke. Auch mit dem aktuell beschlossenen Gesetz zur Förderung der Ganztagsbetreuung von Grundschulkindern würden zwar Milliarden Euro für Investitionen bereitgestellt, aber die Förderung einer begleitenden Fachkräfteoffensive ist nicht vorgesehen.

Investitionen für Neubauten und Sanierungen notwendig

Die Verbände kritisierten auch, dass das sogenannte "Gute-Kita-Gesetz" der Bundesregierung kaum Wirkung entfalte, da die Länder die 5,5 Milliarden Euro Bundesmittel überwiegend für eine Beitragsentlastung der Eltern verwendeten. Die Qualität des Bildungsangebotes wurde nur punktuell gefördert. Nötig sei eine "Investitionsoffensiv" in Neubauten und Sanierungen.