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Kirchen läuten Glocken als Signal der Hoffnung in Corona-Zeiten | BR24

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In ganz Bayern und darüber hinaus im ganzen Bundesgebiet läuteten die Glocken zum Auftakt der Karwoche und zum Zeichen der Hoffnung in der Corona-Krise.

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Kirchen läuten Glocken als Signal der Hoffnung in Corona-Zeiten

In wenigen Tagen ist Ostern: für Christen, das Fest der Hoffnung - trotz Corona. Um die Menschen darauf einzustimmen und ihnen inmitten der Pandemie Mut zu machen, haben am Abend des Palmsonntags in zahlreichen Kirchen die Glocken geläutet.

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Mit dem heutigen Palmsonntag beginnt für katholische und evangelische Christen die Karwoche vor Ostern. Die Karwoche steht ganz im Zeichen des Kreuzes und ist der Erinnerung an das Leiden und Sterben Jesu Christi gewidmet. Zum Auftakt der Karwoche und als Zeichen der Zuversicht inmitten der Corona-Pandemie waren katholische und evangelische Kirchen im Freistaat und im gesamten Bundesgebiet am Abend des Palmsonntags um 19.30 Uhr zu einem ökumenischen Glockenläuten aufgerufen. Angeregt hatten die Aktion die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland.

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Glockenläuten soll "Freude" und "Hoffnung" vermitteln

Das Osterfest erinnert an die Auferstehung Christi. "Der Tod hat keine Macht über das Leben. Gerade in dieser dramatischen Zeit der Corona-Pandemie wollen wir als Christinnen und Christen mit dem Glockenläuten und der Freude über das Osterfest Hoffnung vermitteln", so der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford Strohm in einer gemeinsamen Pressemitteilung der EKD und der Deutschen Bischofskonferenz.

Deren Vorsitzender, Bischof Georg Bätzing fügt im Hinblick auf zahlreiche kirchliche Aktionen seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen hinzu: Digitale Gottesdienstformate, Balkonsingen oder Kerzen in den Fenstern, das seien alles "wichtige Zeichen der Präsenz". "Jetzt, an Palmsonntag und an Ostern rufen wir gemeinsam auf: Läuten wir, um die Herzen der Menschen zu erreichen", so Bätzing.

Von der Oberpfalz bis nach Schwaben

Punkt 19.30 Uhr stimmten die Glocken des Regensburger Doms zu der bundesweiten Aktion an - zeitgleich mit vielen anderen evangelischen und katholischen Kirchen. Nur am Nördlinger Wahrzeichen, dem "Daniel" schlugen die Glocken schon eine halbe Stunde früher. Denn hier sind die Kirchenglocken bereits seit zwei Wochen jeden Abend um 19 Uhr als Signal der Hoffnung in der Corona-Krise zu hören.

Ostern um 12 Uhr läuten die Glocken noch einmal bundesweit

Am Ostersonntag gibt es das ökumenische Glockenläuten noch einmal in ganz Deutschland, dann um 12 Uhr mittags. "Wir freuen uns, dass viele Bistümer und Landeskirchen mitmachen werden", so die Spitzenvertreter der katholischen und evangelischen Kirche in ihrer gemeinsamen Pressemitteilung zu der Aktion, "so wird am höchsten Fest der Christen ein Klangteppich über unserem Land liegen, der ausdrückt: Niemand ist allein, denn Ostern findet statt."