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Der angeklagte Christoph Metzelder, ehemaliger Fußball-Nationalspieler, sitzt in einem Saal des Amtsgerichts auf der Anklagebank.

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    Kinderporno-Prozess: Zehn Monate auf Bewährung für Metzelder

    Nach einem Teilgeständnis das schnelle Urteil: Christoph Metzelder wurde vom Amtsgericht Düsseldorf zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten verurteilt. Zuvor hatte er den Besitz und die Weitergabe von Kinder- und Jugendpornografie gestanden.

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    Von
    • Sophia Fürmann

    Das Amtsgericht Düsseldorf hat den ehemaligen Fußball-Nationalspieler Christoph Metzelder für die Weitergabe von kinder- und jugendpornografischen Dateien zu einer zehnmonatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Der 40-Jährige hatte die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft in Teilen eingeräumt. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

    "Ich habe Extremfantasien ausgetauscht"

    Metzelder sagte: "Ich habe auf frei zugänglichen Internetseiten inkriminierte Bilder besorgt, Screenshots gemacht. Ich habe in Chats Extremfantasien ausgetauscht". Die Faszination habe "in der Grenzüberschreitung gelegen", nicht in den Darstellungen schwersten sexuellen Missbrauchs selbst.

    Alles in "Parallelwelt" - es habe keine realen Übergriffe gegeben

    "Es hat keine Übergriffe gegenüber Kindern und Jugendlichen gegeben, es waren auch keine geplant. Trotz krassester Äußerungen in den Chats", versicherte Metzelder. "Das hat ausschließlich in einer digitalen Parallelwelt stattgefunden."

    Bitte um Verzeihung

    Mit gebrochener, am Ende tränenerstickter Stimme sprach Metzelder erstmals über seine Schuld. Er habe die Dateien verschickt, "obwohl ich weiß, welches unsägliche Leid gegenüber Kindern hinter jeder Datei steckt. Trotz meines Engagements für Kinder. Ich akzeptiere die Strafe und bitte die Anwesenden stellvertretend für alle Opfer sexueller Gewalt um Entschuldigung. Ich hinterlasse eine Wunde, die niemals verheilen wird. Damit werde ich für den Rest meines Lebens leben müssen."

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