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Die erste Kinderbonus-Rate wurde im September ausgezahlt, die zweite Auszahlung folgt im Oktober.

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    Kinderbonus: So läuft die Auszahlung im Detail

    Im September hat die Auszahlung der ersten Rate des Kinderbonus begonnen, im Oktober sollen die noch fehlenden 100 Euro fließen. Doch wie läuft das alles genau ab? Ein Überblick.

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    Von
    • BR24 Redaktion

    Der Kinderbonus in Höhe von 300 Euro pro Kind ist einer der Maßnahmen im Rahmen des Corona-Konjunkturpakets. Die Auszahlung der ersten Rate in Höhe von 200 Euro hat im September begonnen, im Oktober folgen die restlichen 100 Euro.

    Wer erhält den Kinderbonus?

    Insgesamt gibt es in Deutschland rund 18 Millionen kindergeldberechtigte. Sie erhalten nun auch den Kinderbonus - ohne dazu einen gesonderten Antrag stellen zu müssen. Dazu kommt: Die 300 Euro werden auch ausgezahlt, wenn in diesem Jahr nur für einen Monat ein Kindergeldanspruch besteht.

    Demnach erhalten auch Eltern den Kinderbonus, die vor dem ersten Auszahlungszeitpunkt schon keinen Anspruch mehr Kindergeld hatten, etwa weil die Kinder im Lauf des Jahres aus dem gemeinsamen Haushalt ausgezogen sind oder deren Ausbildung bereits abgeschlossen ist. Gleiches gilt, wenn noch kein Kindergeldanspruch besteht, weil das Kind erst zwischen September und Dezember auf die Welt kommt.

    Wann wird der Kinderbonus ausgezahlt?

    Der Kinderbonus wird in zwei Raten ausgezahlt, 200 Euro im September, 100 Euro im Oktober. Die Anweisung der Auszahlung ist unabhängig von der Auszahlung des Kindergeldes, das heißt das Geld muss nicht zeitgleich auf dem Konto eintreffen. Das genaue Datum der Auszahlung des Kinderbonus hängt von der Endziffer der individuellen Kindergeldnummer ab.

    Für Kinder, für die im September 2020 kein Anspruch mehr auf Kindergeld bestanden hat, erfolgt die Auszahlung im November (200 Euro) und Dezember (100 Euro), für Kinder, die erst nach dem September einen Anspruch auf Kindergeld haben, erfolgt die Auszahlung zu einem späteren Zeitpunkt, der bisher noch nicht festgelegt ist.

    Die genauen Auszahlungstermine des Kinderbonus

    200 Euro im September

    • Am 7. September für die Endziffer 0
    • Am 8. September für die Endziffer 1
    • Am 9. September für die Endziffer 2
    • Am. 10. September für die Endziffer 3
    • Am 11. September für die Endziffer 4
    • Am 14. September für die Endziffer 5
    • Am 16. September für die Endziffer 6
    • Am 18. September für die Endziffer 7
    • Am 21. September für die Endziffer 8
    • Am 22. September für die Endziffer 9

    100 Euro im Oktober

    • Am 7. Oktober für die Endziffer 0
    • Am 8. Oktober für die Endziffer 1
    • Am 9. Oktober für die Endziffer 2
    • Am 12. Oktober für die Endziffer 3
    • Am 14. Oktober für die Endziffer 4
    • Am 15. Oktober für die Endziffer 5
    • Am 16. Oktober für die Endziffer 6
    • Am 19. Oktober für die Endziffer 7
    • Am 21. Oktober für die Endziffer 8
    • Am 22. Oktober für die Endziffer 9

    Wer soll vom Kinderbonus profitieren?

    Kosten in Höhe von 4,3 Milliarden Euro wurden im Rahmen des Corona-Konjunkturpakets für den Kinderbonus veranschlagt. Die 300 Euro erhält zunächst einmal jeder Berechtigte unabhängig von der Höhe des eigenen Einkommens. Der Kinderbonus wird aber bei der Abgabe der Steuererklärung mit dem Kinderfreibetrag verrechnet. Das heißt: Je höher das Einkommen der Eltern, desto weniger bleibt nach der Steuererklärung von der Extrazahlung übrig.

    Geringverdiener und Familien mit einem mittleren Einkommen profitieren demnach besonders, ihnen bleibt der Kinderbonus in voller Höhe. Das gleiche gilt für Bedürftige, denn der Kinderbonus wird nicht auf die Grundsicherung angerechnet. Das heißt, Empfänger von Sozialleistungen wie Hartz IV oder Wohngeld erhalten die 300 Euro ebenso in voller Höhe.

    Weitergehende Fragen zum Kinderbonus beantwortet das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend an dieser Stelle ausführlich.

    Hintergrund: Wer ist kindergeldberechtigt?

    Eltern erhalten auf Antrag für ihre Kinder zwischen der Geburt und dem 18. Lebensjahr Kindergeld. Den Anspruch haben die Sorgeberechtigten, die mit dem Kind in einem Haushalt leben. Die Kindergeld-Zahlung kann bis zum 25. Lebensjahr verlängert werden, beispielsweise wenn sich das Kind dann noch in der Ausbildung oder im Studium befindet - auch wenn es dann nicht mehr im gemeinsamen Haushalt lebt. Weitere Voraussetzung für den Kindergeld-Bezug: ein Wohnort in Deutschland, einem anderen Land der EU, in Norwegen, Liechtenstein, Island oder der Schweiz.

    Hintergrund: Wer erhält den Kinderfreibetrag?

    Neben Kindergeld gibt es für Eltern den sogenannten Kinderfreibetrag bei der Steuer (2019: 7.620 Euro pro Kind). Dieser wird vom zu versteuernden Einkommen der Eltern abgezogen, wodurch sich die zu zahlende Steuer verringert. Das Finanzamt prüft bei Abgabe der Steuererklärung automatisch, ob die Eltern mehr vom Kindergeld oder Freibetrag profitieren. Bei Vielverdienern lohnt sich der Freibetrag mehr. Wem dennoch Kindergeld ausgezahlt wurde, der zahlt es über die Steuer zurück.

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