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Kinderbonus, Maskenkontrolle, Lotto: Das ist ab September anders | BR24

© dpa-Bildfunk

Die Deutsche Bahn will doppelt so oft wie bisher in Zügen die Maskenpflicht kontrollieren

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    Kinderbonus, Maskenkontrolle, Lotto: Das ist ab September anders

    Wegen der Corona-Krise bekommen ab September zahlreiche Familien in Deutschland den Kinderbonus ausgezahlt. Außerdem wird die Maskenpflicht in Zügen der Deutschen Bahn stärker kontrolliert. Alles, was sich ab September ändert - hier im Überblick.

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    Im September treten wieder zahlreiche Änderungen in Kraft - kurz zusammengefasst: Lottospielen wird teurer und beim Waffenverkauf und -besitz gelten strengere Regeln. Auch wegen der Corona-Krise gibt es einige Neuerungen: Reisende müssen bei Zugfahrten mit doppelt so vielen Maskenpflicht-Kontrollen rechnen wie bisher. Außerdem sollen Familien erstmals den Kinderbonus erhalten.

    Das sind die Änderungen im Einzelnen:

    Ab Anfang September: Deutlich mehr Maskenkontrollen in Fernzügen der Deutschen Bahn

    Damit sich Reisende auch wirklich an die Maskenpflicht in Zügen der Deutschen Bahn (DB) halten, will das Unternehmen die bisherige Anzahl der Kontrollen verdoppeln. Wie die DB in einer Mitteilung Mitte August erklärte, würden dafür derzeit in rund 60 Fernzügen Sicherheitsbeamte eingesetzt.

    Sollten sich Reisende bei Verstößen "vehement" gegen die Maskenpflicht weigern, kann für sie die Reise rasch enden. Denn in diesem Fall kann die Bahn einen Beförderungsausschuss aussprechen. In "Konfliktsituationen" soll dies die Bundespolizei umsetzen, so das Unternehmen. Laut Deutscher Bahn handelt es sich aber bei diesen Fällen nur um eine "kleine Minderheit" der Reisenden.

    Ab 1. September: Verschärfung des Waffenrechts

    Einzelne Punkte im Gesetz zur Verschärfung des Waffenrechts wurden schon umgesetzt, vollständig tritt das Gesetz aber ab dem 1. September in Kraft. Damit gilt ein strengeres Waffenrecht gegen den Missbrauch von gefährlichen Messern und Waffen. Auch bestimmte große Magazine sind ab September verboten.

    Künftig müssen sich Waffenbesitzer laut Bundesinnenministerium alle fünf Jahre auf eine "Überprüfung des Fortbestehens des Bedürfnisses" einstellen. Im Falle eines Sportschützen muss dieser also nachweisen, ob er die Waffen zum Beispiel für ihren Sport noch braucht. In diesem Fall greift jedoch eine wesentliche Erleichterung: Sind mehr als zehn Jahre seit erstmaliger Erlaubniserteilung vergangen, so genügt für den Nachweis des Fortbestehens des Bedürfnisses eine Mitgliedsbescheinigung des Schießsportvereins.

    Außerdem können die Länder Verbotszonen für Waffen und Messer erlassen, etwa an belebten Orten oder in der Nähe von Bildungseinrichtungen.

    Auch beim Kauf gibt es Änderungen: So können Waffen ab September nur noch gegen Vorlage der Identifikationsnummer des Nationalen Waffenregisters ver- oder gekauft werden. Der gesamte Lebenszyklus einer Waffe - von der Herstellung bis zur Vernichtung - wird künftig in dem Register festgehalten. Die Waffenbehörden der Bundesländer müssen zudem im Rahmen einer sogenannten Zuverlässigkeitsprüfung beim Verfassungsschutz anfragen, ob ein Waffen-Antragsteller Verbindungen zu extremistischen oder verfassungsfeindlichen Vereinigungen hat.

    Ab 7. September: Corona-Kinderbonus wird ausgezahlt

    Mit 300 Euro pro Kind will der Staat Familien in der Corona-Krise verstärkt unterstützen. Die Auszahlung der Sonderzahlung auf das jeweilige Konto erfolgt in zwei Schritten: So erhalten Familien im September zuerst 200 Euro, im Oktober folgen dann die restlichen 100 Euro von der Familienkasse.

    Wann genau der Betrag das Konto erreicht, hängt von der Endziffer der jeweiligen Kindergeldnummer ab. In der ersten Überweisungsrunde sollen 940.000 Eltern in Deutschland mit 1,56 Millionen Kindern erreicht werden. Insgesamt hat die Bundesregierung für den Bonus rund 4,3 Milliarden Euro veranschlagt.

    Der einmalige Betrag wird nicht auf andere Familien- oder Sozialleistungen, wie zum Beispiel den Kinderzuschlag, angerechnet. Familien mit höheren Einkommen profitieren allerdings weniger oder gar nicht vom Kinderbonus, da er, wie auch das Kindergeld, bei der Steuer mit den Kinderfreibeträgen verrechnet wird.

    Ab 23. September: Lottospiel wird teurer, Jackpot aber höher

    Das Spiel in der "Lotterie 6 aus 49" wird ab dem 23. September mehr kosten. Lottospieler müssen dann 20 Cent mehr pro Tippfeld bezahlen - also 1,20 Euro. Dafür soll es im Gegenzug aber häufiger Gewinne geben, denn gleichzeitig wird neu geregelt, wann ein Jackpot ausgeschüttet wird. Wurde dieser bisher nur beim 13. Mal verteilt, liegt künftig die Höchstsumme des Jackpots der Gewinnklasse 1 und 2 bei jeweils 45 Millionen Euro - unabhängig von der Laufzeit.

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