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Kinderärzte-Verband fordert Zuckersteuer | BR24

© BR/Johanna Schlüter

Zucker

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    Kinderärzte-Verband fordert Zuckersteuer

    Viele Kinder und Jugendliche sind übergewichtig. Um diesem Problem schon vorbeugend zu begegnen, fordert der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte eine Zuckersteuer.

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    Eine Zuckersteuer sei ein wirksames Vorgehen zur Vorbeugung von Übergewicht und Fettleibigkeit bei Heranwachsenden, so Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Erfahrungen im Ausland würden dies zeigen. Anfang April 2018 hatte etwa Großbritannien eine Zuckersteuer auf Softdrinks eingeführt.

    "Durch die Einführung von Zucker-Abgaben und damit höheren Preisen ist den Verbrauchern dort die Lust auf Süßes weitgehend vergangen, die Absatzzahlen an Süßgetränken gehen seit Einführung der Steuer deutlich zurück." Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte

    Verband: "Gesetzliche Verbote wirken"

    Das Rauchverbot sowie die Alkopops-Steuer hätten zudem gezeigt, dass gesetzliche Verbote wirken. Nach der Einführung einer Sondersteuer auf Schnapsmischgetränke, die bei Jugendlichen beliebt seien, sei der Absatz binnen eines Jahres um 80 Prozent gesunken.

    "Aber auch die Beispiele Mexiko, Frankreich, Finnland, Ungarn und Großbritannien zeigen, dass Steuerungsmechanismen die Gesundheit wirksam schützen können", sagte Fischbach.

    Lob für den Nutri-Score

    Die Einführung des Nutri-Scores, eines Kennzeichnungssystems zum Nährwert von Lebensmitteln, begrüßte der Verband.

    "Seine Wirksamkeit ist in zahlreichen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen worden. Eltern werden es künftig leichter haben, ihre Kinder gesund zu ernähren." Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte

    Das neue Logo soll eine Ergänzung für die EU-weit verpflichtende Nährwerttabelle sein, die meist auf der Rückseite von Packungen steht. Erste Produkte damit sind bereits in deutschen Supermärkten zu kaufen.