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Kind von Kommode erschlagen - Ikea zahlt Millionen an Eltern | BR24

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Ikea zahlt 41 Millionen Euro an Familie eines getöteten Kleinkindes

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    Kind von Kommode erschlagen - Ikea zahlt Millionen an Eltern

    Ikea zahlt den Eltern eines Kleinkindes umgerechnet 41 Millionen Euro. Dies teilten die Anwälte der in den USA lebenden Familie mit. Ihr zweijähriger Sohn war von einer umgestürzten Kommode erschlagen worden.

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    Die Familie des von einer Kommode erschlagenen Kleinkindes hatte 2018 bei einem Gericht in Philadelphia Klage gegen Ikea eingereicht.

    Möbelhaus wusste von der Umkipp-Gefahr

    Die Eltern warfen dem Konzern vor, von der Umkipp-Gefahr gewusst zu haben, die von Kommoden vom Typ Malm ausgegangen sei, zumal bereits etliche Kinder verletzt oder getötet worden seien. Doch habe das Unternehmen es versäumt, Kunden, die Malm gekauft hatten, direkt zu kontaktieren und zu warnen. Über Kreditkartenabrechnungen hätte Ikea zum Beispiel auch die Möglichkeit gehabt, an die Adressdaten der Betroffenen zu kommen. Den Angaben zufolge startete Ikea im Jahr 2016 eine Rückrufaktion. Der zweijährige Sohn der Familie hatte 2017 schwere Verletzungen erlitten, als die 32 Kilogramm schwere Kommode auf ihn stürzte. Später starb der Junge.

    Ikea zu mehr Öffentlichkeitsarbeit für Verbraucher verpflichtet

    Der nun mit seinen Eltern erzielte Vergleich sieht den Anwälten zufolge auch vor, dass sich Ikea-Vertreter mit Akteuren der Gruppe Parents Against Tip-Overs treffen müssen. Die Organisation hat sich das Ziel gesetzt, sogenannte Umkipp-Unfälle durch Präventionsarbeit zu verhindern. Ikea habe sich zudem verpflichtet, beim Rückruf von Kommoden die Öffentlichkeitsarbeit für die Verbraucher auszuweiten.

    Produkte sollen sicherer werden

    Ikea kondolierte den Eltern des toten Jungen. Man gehe das "äußerst wichtige Thema der Sicherheit im Haushalt" an, indem unter anderem Verbraucher geschult, Sicherheitsworkshops angeboten und Produkte sicherer gemacht würden, teilte das Unternehmen mit. "Zwar ändert der Vergleich nichts an den tragischen Vorfällen, die uns hierher gebracht haben, doch sind wir um der Familie und allen Betroffenen willen dankbar, dass dieses Klagegefahren zu einer Klärung gekommen ist."