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Khashoggis Familie vergibt Mördern | BR24

© dpa

Saudi-arabischer Journalist: Khashoggis Familie vergibt Mördern.

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    Khashoggis Familie vergibt Mördern

    Fünf Männer sind wegen der Ermordung des saudi-arabischen Journalisten Khashoggi zum Tode verurteilt worden. Khashoggis Söhne vergeben ihnen nun öffentlich. Analysten zufolge entgehen die Täter dadurch der Todesstrafe.

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    Rund anderthalb Jahre nach der Ermordung des saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi haben dessen Söhne erklärt, dass sie den Mördern verzeihen. Mit diesem Schritt ermöglichen sie, dass deren Hinrichtung abgewendet werden kann.

    Anlässlich des islamischen Fastenmonats Ramadan schrieb Khashoggis Sohn Salah auf Twitter: "In dieser heiligen Nacht dieses gesegneten Monats (...) verkünden wir, die Söhne des Märtyrers Jamal Khashoggi, dass wir denjenigen, die unseren Vater getötet haben, vergeben und verzeihen".

    Todesstrafe wird wohl nicht vollstreckt

    Der Autor und und Analyst Ali Schihabi steht der saudi-arabischen Regierung nahe und erklärte auf Twitter, der Schritt bedeute nach dem islamischen Recht, "dass die Mörder der Todesstrafe entgehen werden." Ähnlich schätzt das der Analyst Nabil Nowairah ein. Die saudi-arabischen Behörden äußerten sich zunächst nicht zu den Folgen der Erklärung von Khashoggis Söhnen.

    Bericht über "finanzielle Vereinbarung"

    Khashoggis Sohn Salah wies einen Bericht der "Washington Post" zurück, wonach er mit der Regierung eine finanzielle Vereinbarung getroffen habe. Die "Washington Post", für die Jamal Khashoggi gearbeitet hatte, hatte im April 2019 berichtet, Salah Khashoggi und seine Geschwister hätten Häuser im Wert von mehreren Millionen Dollar erhalten und bekämen von den saudi-arabischen Behörden monatlich Tausende Dollar.

    Der 59 Jahre alte Regierungskritiker Khashoggi war im Oktober 2018 im Konsulat Saudi-Arabiens in Istanbul von einem entsandten Kommando aus 15 saudi-arabischen Agenten ermordet worden. Seine Leiche wurde zerstückelt und bis heute nicht gefunden. Unter internationalem Druck gab Riad nach wochenlangen Dementis schließlich zu, dass der Regierungskritiker "bei einem missglückten Einsatz zu seiner Festnahme" getötet worden sei.

    Elf Verdächtige vor Gericht

    In dem Fall wurden in Saudi-Arabien elf Verdächtige vor Gericht gestellt und fünf von ihnen im Dezember zum Tode verurteilt, drei weitere erhielten 24 Jahre Haft. Die übrigen Angeklagten wurden freigesprochen.

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