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Kevin Kühnert: SPD fehlt Alleinstellungsmerkmal | BR24

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© Bayern 2-radioWelt

Die SPD sollte ihre Alleinstellungsmerkmale in den Vordergrund stellen, sagte Juso-Chef Kevin Kühnert in der Bayern 2-radioWelt. Sein Eindruck sei außerdem, dass sich viele eine SPD wünschten, die sich mit den Großen anlege.

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Kevin Kühnert: SPD fehlt Alleinstellungsmerkmal

Juso-Vorsitzender Kevin Kühnert forderte in der Bayern 2-radioWelt von seiner Partei eine schärfere inhaltliche Kontur: "Wichtiger als je zuvor ist die Tatsache, dass man Alleinstellungsmerkmale braucht."

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Es gebe natürlich Dinge, die die SPD als Teil der Bundesregierung durchgesetzt habe, so zum Beispiel das Kita-Gesetz oder die Angleichung der Versicherungsbeiträge, so Kühnert. "Ich frage mich nur immer: Ist das eigentlich groß genug vor dem Hintergrund der Herausforderungen, vor denen wir stehen?"

"Mein Eindruck ist, dass viele Menschen sich eine sozialdemokratische Partei wünschen, die sich tatsächlich wieder mit den Starken und Mächtigen in der Gesellschaft anlegt. Mit den Autokonzernen, die Leute betrügen und am Ende nicht dafür zahlen, mit den Energiekonzernen, die die natürlichen Lebensgrundlagen abholzen, mit Waffen-exportierenden Unternehmen, die Krieg in alle Welt tragen, den wir dann am Ende auch mit ausbaden müssen." Es sollte eigentlich die Rolle der SPD sein, diesen Gruppen ,die Spielregeln' vorzugeben."

Schlechte Umfragen überraschen nicht mehr

Zum aktuellen Deutschlandtrend, in dem die SPD bei 14 Prozent liegt, sagte Kühnert: "Natürlich sind 14 Prozent ein dramatisch schlechter Wert. Aber es überrascht natürlich nicht mehr so wirklich, weil wir uns jetzt auch schon ein bisschen daran gewöhnt haben, dass die Zahlen gerade nicht gut sind."

Kühnert kritisierte, dass die Vorschläge der SPD-Führung nicht ausreichend seien, um die SPD aus dem Umfragetief zu holen: "Ich habe jetzt auch nicht erwartet, dass man nur irgendwas Kluges zu Hartz IV vorschlagen muss, und dann gehen die Zahlen durch die Decke. Wenn man über 20 Jahre Vertrauen verloren hat, dann kommt das nicht von heute auf morgen zurück, das ist hoffentlich allen Beteiligten klar."