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Kekulé: Verpflichtende Corona-Tests für Urlaubsrückkehrer | BR24

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Seuchenexperte Alexander Kekulé ist für verpflichtende Corona-Tests von Reiserückkehrern aus Risikogebieten. Das sei jedoch sehr schwer zu überprüfen, wenn die Betreffenden mit dem Auto gefahren seien. Hier müssten dringend Lösungen gefunden werden.

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Kekulé: Verpflichtende Corona-Tests für Urlaubsrückkehrer

Seuchenexperte Alexander Kekulé ist für verpflichtende Corona-Tests von Reiserückkehrern aus Risikogebieten. Das sei jedoch sehr schwer zu überprüfen, wenn die Betreffenden mit dem Auto gefahren seien. Hier müssten dringend Lösungen gefunden werden.

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Der Virologe Alexander Kekulé hat sich in der Bayern 2-radioWelt für verpflichtende Corona-Tests für Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten ausgesprochen:

"Wenn man an einen gefährlichen Ort reist und zurückfährt, dann sollte man sich dringend testen lassen. Da glaube ich, wäre es sinnvoll, das verpflichtend zu machen." Alexander Kekulé, Virologe

Verpflichtende Tests sollten auch dann gelten, wenn ein Nachbarland von Deutschland zum Risikogebiet erklärt werde, so der Virologe: "Wenn ein Nachbarland wirklich als echtes Risikogebiet ausgewiesen wird, Stichwort Luxemburg, dann ist das genauso gefährlich wie Ägypten."

Stärkere Kontrollen von Reisenden

Darüber hinaus sprach sich Kekulé für verstärkte Kontrollen der Behörden im Urlaubsland aus. Hier müsse die Bundesregierung deutlich machen, dass sie das wolle. Nötig seien außerdem Appelle an Touristen, sich am Urlaubsort verantwortungsvoll zu verhalten.

Als Riesenproblem bezeichnete Kekulè die Kontrolle bei Rückreisen per Auto oder dem Zug. Für Berufspendler, die regelmäßig über eine Grenze fahren, müssten kluge technische Lösungen gefunden werden, z.B. mit einem Chip, "dass die registriert werden, wenn sie rein und rausfahren." Angesichts von Meldungen, die Corona-App habe bei bestimmten Smartphones wochenlang nicht richtig funktioniert, sagte Kekulè.

"Die App ist ein Prototyp. Gut, dass wir sie haben und für die nächste Pandemie wird sie ganz toll sein, weil sie dann funktioniert." Alexander Kekulé, Virologe

Im Moment helfe die App den Gesundheitsbehörden aber wenig, sondern mache nur zusätzlich Arbeit.

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