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Ohne Indianer: Kita wünscht sich Fasching ohne Vorurteile | BR24

© pa/dpa/Karl Schnörrer

Keine Diskrimierung im Kita-Alltag

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    Ohne Indianer: Kita wünscht sich Fasching ohne Vorurteile

    Kinder im Indianerkostüm unerwünscht: Eine Hamburger Kita hat sich zu Karneval für vorurteilsfreie Kostüme stark gemacht. Der Kita-Leitung ging es nicht darum, die "Moralkeule zu schwingen", sondern um Sensibilisierung. Beschwerden gab es nicht.

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    Als Indianer oder Scheichs verkleidete Kinder? In einer Hamburger Kita sind diese Kostüme zur Faschingszeit in diesem Jahr unerwünscht gewesen. Die Leitung der Einrichtung im Stadtteil Ottensen hatte sich in einem Schreiben an die Eltern stattdessen für vorurteilsfreie Kostüme eingesetzt.

    Keine Diskrimierung im Kita-Alltag

    "Wir achten im Kita-Alltag sehr auf eine kultursensible, diskriminierungsfreie und vorurteilsbewusste Erziehung" und das solle sich auch an Faschingstagen nicht ändern, hieß es. Deshalb bat sie um Verkleidungen, die keine Stereotype wie Geschlecht, Hautfarbe und Kultur bedienen. Zuerst hatte die "Hamburger Morgenpost" berichtet.

    Kita möchte keine "Moralkeule schwingen"

    Der Trägerin der Einrichtung, die städtische Elbkinder Vereinigung Hamburger Kitas, steht hinter der Idee. "Es geht dabei überhaupt nicht darum, die Moralkeule zu schwingen", sagte die pädagogische Geschäftsführerin Franziska Larrá am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

    Vielmehr gehe es um Sensibilisierung. "Wir wollen inklusiv sein und nicht mit Stereotypen Menschen verletzen." Eine Faschingsvorgabe an die 185 Elbkinder-Kitas habe es nicht gegeben.

    Eltern fanden den Wunsch der Kita "total gut"

    Beschwerden über den Wunsch der Kita-Leitung, Fasching ohne Indianer und Scheichs feiern zu wollen, habe es übrigens nicht gegeben, sagte Larrá. Im Gegenteil: "Es haben sich bei der Leitung nur Eltern gemeldet, die das total gut fanden. Die haben sich gefreut, dass dafür eine Sensibilität geschaffen wurde."

    Ob am Ende doch Scheichs oder Indianer auf der Faschingsfeier in Ottensen waren, konnte Larrá nicht sagen: "Wenn ein Indianer gekommen ist, ist er sicherlich willkommen gewesen."