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"Nur lokale Engpässe": Spahn ruft zu Grippeimpfung auf | BR24

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Gesundheitsminister Spahn hat sich bereits gegen Grippe impfen lassen und rät, es ihm gleichzutun - zur Entlastung des Gesundheitssystems. Mit Engpässen an Impfdosen, wie sie die Kinder- und Jugendärzte befürchten, ist laut Spahn nicht zu rechnen.

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"Nur lokale Engpässe": Spahn ruft zu Grippeimpfung auf

Vor der kalten Jahreszeit rät Gesundheitsminister Jens Spahn ausdrücklich zur Grippeschutzimpfung. Der Sorge vor Versorgungsengpässen widerspricht er. Es seien 26 Millionen Impfdosen bestellt.

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Angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen, sowie dem alljährlich hohen Risiko, sich im Herbst und Winter mit dem Grippevirus zu infizieren, rät Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ausdrücklich zur Grippeschutzimpfung. "Die kalte Jahreszeit macht es nicht nur dem Coronavirus leichter, von Mensch zu Mensch zu springen, sondern auch dem Grippevirus", so Spahn am Mittwoch. Besonders die Menschen, denen von der ständigen Impfkommission (Stiko) des Robert-Koch-Instituts eine Impfung empfohlen werde, sollten sich impfen lassen.

Sorge um Versorgungsengpässe zurückgewiesen

Der Sorge verschiedener Berufsverbände, dass es zu Versorgungsengpässen bei den Impfdosen kommen könne, widersprach Spahn. Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik habe man Impfdosen nachbestellt, es stünden nun also insgesamt 26 Millionen Impfdosen nach und nach zur Verfügung. Je mehr davon verimpft würden, desto besser sei es für die Gesamtbevölkerung, so Spahn. Es könne lokal und zeitlich zu Lieferengpässen kommen, aber nicht zu Versorgungsengpässen. In den vergangenen Jahren seien zwischen vier und sechs Millionen Impfdosen nicht verimpft worden. Er hoffe, dass dies in dieser Grippesaison nicht erneut der Fall sei.

Grippesaison im Corona-Jahr Herausforderung fürs Gesundheitssystem

Gerade dieses Jahr sei die Grippeschutzimpfung laut Spahn besonders wichtig, da eine hohe Anzahl an Grippeinfektionen die Pandemielage erschweren könne. "Wenn viele Menschen an Covid-19 erkranken und dazu noch viele an Grippe erkranken würden, dann kann unser Gesundheitssystem, zumal es sich um zwei Atemwegserkrankungen mit vergleichbaren Symptomen handelt, an Grenzen stoßen. Das wollen wir unbedingt vermeiden", so Spahn.

Um eine starke Grippewelle zu umgehen, setze man auf die bereits etablierten Hygieneregeln, sowie die Grippeschutzimpfung. Spahn sagte, der "kleine Pieks" bedeute dreifachen Schutz: Die Impfung schütze die Person selbst, ihr Umfeld und das Gesundheitssystem vor Überlastung. Außerdem wolle jeder Einzelne Freiheiten zurückgewinnen und Weihnachten mit der Familie möglich machen.

Wer sollte sich Impfen lassen?

Die ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts empfiehlt eine Grippeschutzimpfung für Menschen ab 60 Jahren, Personen mit chronischer Grunderkrankung, sowie für Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Zudem sollen sich unbedingt auch medizinisches Personal, Kontaktpersonen von Menschen mit bestimmtem Risiko, und Schwangere gegen die Grippe impfen lassen.

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