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Kein Bio-Logo bei Fleisch aus ritueller Schlachtung | BR24

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Fleisch von Tieren, die ohne Betäubung rituell geschlachtet wurden, darf nach einem Urteil des Europäische Gerichtshof (EuGH) nicht das EU-Bio-Gütesiegel erhalten. Eine solche Schlachtung erfülle nicht die nötigen Tierschutzstandards.

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Kein Bio-Logo bei Fleisch aus ritueller Schlachtung

Fleisch von Tieren, die ohne Betäubung rituell geschlachtet wurden, darf nach einem Urteil des Europäische Gerichtshof (EuGH) nicht das EU-Bio-Gütesiegel erhalten. Eine solche Schlachtung erfülle nicht die nötigen Tierschutzstandards.

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Hintergrund des Urteils war ein Rechtsstreit in Frankreich. Dort wollte eine Tierschutzorganisation erreichen, dass als "halal" gekennzeichnete Hacksteaks nicht mehr damit beworben werden dürfen, dass sie aus "ökologischem/biologischem Landbau" stammen. Das zuständige Verwaltungsgericht bat in dem Fall den Europäischen Gerichtshof um seinen Rat bei der Auslegung von europäischem Recht.

Tierwohl nur bei Betäubung gesichert

Die Luxemburger Richter befanden nun, dass in den betreffenden EU-Verordnungen mehrfach betont werde, dass bei Bio-Fleisch nicht nur die Fleischqualität, sondern auch das Tierwohl eine zentrale Rolle spiele. Wissenschaftliche Studien hätten gezeigt, dass die Betäubung die Technik sei, die das Tierwohl zum Zeitpunkt der Schlachtung am wenigsten beeinträchtige. Das Leiden werde erheblich verringert.

Der rituelle Schnitt reicht nicht aus

Die von religiösen Riten vorgeschriebenen Schlachtmethoden ohne Betäubung erfüllten diese Kriterien aber nicht: Bei rituellen Schlachtungen ohne Betäubung sei zwar ein präziser Halsschnitt mit einem scharfen Messer vorgesehen, damit das Tier nicht so lange leiden muss. Diese Methode könne das Tierleid aber nicht so stark mildern wie eine Betäubung.