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US-Präsident mit Donald Trump

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    Kehrtwende von Trump: Masken sind jetzt "patriotisch"

    Monatelang lehnte US-Präsident Trump das Tragen von Masken in der Corona-Krise kategorisch ab. Seine schlechten Umfragewerte sorgen nun aber für einen Sinneswandel: Plötzlich spricht Trump von "Patriotismus".

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    • tagesschau.de

    Vor dem Hintergrund wachsender Kritik an seinem Krisenmanagement in der Corona-Pandemie hat US-Präsident Donald Trump für das Tragen von Masken in bestimmten Situationen geworben. "Wir sind vereint in unseren Bemühungen, das unsichtbare China-Virus zu besiegen", schrieb Trump auf Twitter. "Und viele Menschen sagen, dass es patriotisch ist, eine Gesichtsmaske zu tragen, wenn man keine soziale Distanz wahren kann. Niemand ist patriotischer als ich, Euer Lieblings-Präsident!" Dazu twitterte Trump ein Foto, wie er eine Maske mit dem Präsidenten-Siegel trägt.

    Mit dem Tweet und dem Bild distanzierte sich Trump von seinen früheren Aussagen, in denen er unter anderem Masken als Symbole der Schwäche abgetan hatte. Sein Tweet blieb jedoch weit davon entfernt, die zunehmenden Forderungen nach einer landesweiten Pflicht zum Tragen von Masken in der Öffentlichkeit zu unterstützen.

    Auftritte mit Maske eher selten

    Trump hatte im April Richtlinien der Gesundheitsbehörde CDC verkündet, nach denen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes empfohlen wird. Er hatte aber umgehend deutlich gemacht, dass er selber keine Maske tragen werde. Trump und das Weiße Haus begründen das damit, dass der Präsident regelmäßig auf das Coronavirus getestet werde.

    Bei den allermeisten öffentlichen Auftritten lehnt Trump das Tragen einer Maske für sich selber ab. Ihm wird vorgeworfen, durch seinen Maskenverzicht ein schlechtes Vorbild in der Pandemie abzugeben. Bei einem Krankenhausbesuch vor anderthalb Wochen hatte Trump dann einen Mund-Nasen-Schutz getragen.

    Geringe Zustimmung für Trumps Corona-Politik

    Die dramatische Entwicklung in den USA bei den Corona-Infektionen setzt Trump zusehends unter Druck. Weniger als vier Monate vor der Präsidentschaftswahl liegt sein demokratischer Herausforderer Joe Biden in den Umfragen deutlich in Führung. In einer am Freitag veröffentlichten Umfrage der "Washington Post" und des Senders ABC bewerteten 60 Prozent Trumps Vorgehen in der Pandemie als negativ, nur noch 38 Prozent befürworteten es. Auch innerhalb seiner Partei wird die Kritik lauter.

    In den USA werden weiterhin jeden Tag Zehntausende Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Der bisherige Rekord wurde am vergangenen Donnerstag erreicht, als Forscher der Johns-Hopkins-Universität mehr als 77.000 Neuansteckungen registrierten. Seit Beginn der Pandemie verzeichnete die Universität mehr als 3,8 Millionen Fälle, mehr als 140.000 Menschen starben infolge einer Infektion.

    Trump twitterte dennoch mit Blick auf die Pandemie, den USA gehe es "im Vergleich zu den meisten anderen Ländern, die sehr leiden", sehr gut. Er warf den "Fake-News"-Medien vor, das nicht zu berichten.

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