09.12.2022, Berlin: Menschen nehmen an der Herbstvollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) teil. Das ZdK wird sich unter anderem mit der Klima- und Energiekrise, dem Synodalen Weg der katholischen Kirche in Deutschland und dessen Perspektiven sowie mit den Vorbereitungen des 103. Deutschen Katholikentages in Erfurt 2024 beschäftigen. Foto: Wolfgang Kumm/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Archivbild: Vollversammlung Zentralkomitee deutscher Katholiken

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Katholische Laien diskutieren weiteren Umgang mit der Kirche

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken trifft sich in München zu seiner Vollversammlung. Dabei wird es um die Umsetzung des Synodalen Wegs gehen. Setzen die Laien noch auf Kooperation, nachdem der Papst ihre Vorschläge abgeschmettert hat?

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Die Mitglieder des Zentralkomitees deutscher Katholiken (ZdK) treffen sich heute und morgen in München. Es ist die erste Versammlung des ZdK nach dem Abschluss des sogenannten Synodalen Weges, des von konservativer Seite umstrittenen Reformprozesses in der katholischen Kirche in Deutschland. Das höchste Laiengremium diskutiert unter anderem, ob und wie die Reformbeschlüsse umgesetzt werden können und ob eine konstruktive Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche überhaupt noch möglich ist.

Wie viel Reform ist möglich?

Denn noch 2019 als der Synodale Weg startete, sagte die damalige Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, sie wolle nicht um den heißen Brei herumreden. Und es müsse "entscheidende Veränderung" geben. Doch was ist draus geworden? Darum wird es direkt zu Beginn der Vollversammlung gehen.

Denn der Vatikan hatte von Anfang an klar gemacht, dass die "heißen Eisen" nicht in den Kirchen vor Ort entschieden werden können. Und jüngst hatte der Papst die Reformvorschläge von Bischöfen und Laien auf dem sogenannten "Synodalen Weg" zurückgewiesen. Das waren mühsam erstrittene Kompromisse.

Zahlen Bischöfe für weitere Beratungen über Reformen?

Dabei geht es etwa darum, ob auch wiederverheiratete und gleichgeschlechtliche Paare den Segen der Kirche bekommen dürfen, ob Laien bei Bischofswahlen mitbestimmen sollen, ob Frauen künftig mehr Rechte erhalten und ob das Zölibat wenigstens überdacht werden soll. Auch um das Geld für die geplanten weiteren Beratungen über Reformen könnte es in München gehen. Es ist nämlich noch offen, ob die Bischöfe dafür zahlen. Weitere Themen in München sind der Stand der Aufbereitung sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche und der Ukraine-Krieg.

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken vertritt offiziell die Laien in der deutschen katholischen Kirche. Es berät die Bischöfe und bereitet zum Beispiel auch die Katholikentage vor.

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