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Kassenärztliche Vereinigung verteidigt Praxis-Öffnungszeiten | BR24

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Der Verband der Gesetzlichen Krankenkassen hat niedergelassene Ärzte aufgefordert, ihre Öffnungszeiten auszuweiten. Wolfgang Krombholz von der Kassenärztlichen Vereinigungen Bayern weist das zurück. Viele Praxen öffnen 52 Stunden pro Woche, sagt er.

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Kassenärztliche Vereinigung verteidigt Praxis-Öffnungszeiten

Der Verband der Gesetzlichen Krankenkassen hat niedergelassene Ärzte aufgefordert, ihre Öffnungszeiten auszuweiten. Wolfgang Krombholz von der Kassenärztlichen Vereinigungen Bayern weist das zurück. Viele Praxen öffnen 52 Stunden pro Woche, sagt er.

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Im Interview mit der radioWelt am Mittag auf Bayern 2 sagte Wolfgang Krombholz: "Es gibt Untersuchungen von verschiedenen Seiten, die klar sagen, dass 52 Stunden die Regel ist, die eine Praxis geöffnet hat." Auf dem Land seien es oft noch mehr als diese 52. "Diese Aussage von den Kassen halte ich wirklich für fragwürdig", sagt er über Äußerungen aus den Reihen der Krankenkassen.

Der Vize-Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Johann-Magnus von Stackelberg, hatte kritisiert, dass viele Praxen am Mittwoch- und Freitagnachmittag geschlossen seien und die Mindestsprechstundenzahl der Ärzte nur 20 Stunden pro Woche betrage.

Diese Kritik weist Wolfgang Krombholz von der Kassenärztlichen Vereinigung zurück.

"Die meisten Praxen arbeiten mehr als das Doppelte und stehen auch mehr als das Doppelte für den Patienten zur Verfügung."

Manche halbe Tage werden gebraucht, um auch Bürokratie, Hausbesuche oder Heimbesuche mit zu erledigen, betonte Krombholz.

Da ist der Arzt halt nicht in der Praxis, sondern macht die Arbeit woanders."

Wer mehr und längere Öffnungszeiten haben wolle, so Krombholz weiter, müsse sich auch überlegen, woher das Geld dafür kommen solle.