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Karliczek sieht noch lange Corona-Beschränkungen an Schulen | BR24

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Bundesbildungsministerin Karliczek rechnet für den Schulbetrieb mit Beschränkungen bis weit ins nächste Schuljahr hinein. Bis dahin, so die CDU-Ministerin, werde es eine Mischform von Präsenzunterricht und digitalem Unterricht geben.

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Karliczek sieht noch lange Corona-Beschränkungen an Schulen

Bundesbildungsministerin Karliczek rechnet für den Schulbetrieb mit Beschränkungen bis weit ins nächste Schuljahr hinein. Wie Karliczek dem BR sagte, werden die Schulen den Regelbetrieb erst wieder aufnehmen können, wenn ein Impfstoff gefunden ist.

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Bundesbildungsministerin Anja Karliczek rechnet damit, dass die Corona-Beschränkungen an Schulen noch lange gelten. Wie Karliczek dem BR sagte, werden die Schulen den Regelbetrieb erst dann wieder aufnehmen können, wenn ein Impfstoff gefunden ist und große Bevölkerungsgruppen geimpft sind. Das werde vermutlich erst in zwölf bis 18 Monaten der Fall sein. Bis dahin, so die CDU-Ministerin, werde es eine Mischform von Präsenzunterricht und digitalem Unterricht geben. In den Schulen seien strenge Hygiene- und Abstandsregeln zu befolgen.

Unterricht in den Sommerferien und an Samstagen

Um versäumten Stoff nachzuholen, seien Sommercamps in den Ferien auf freiwilliger Basis denkbar, so Karliczek. Vielleicht ließe sich durch engagierte Bürger auch eine begleitende Unterstützung außerhalb des regulären Unterrichts organisieren - etwa samstags am Vormittag. Die Ministerin zeigte sich offen für eine generelle Anhebung der Abiturnoten, sollten die Prüfungsleistungen wegen der Pandemie sinken.

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Karliczek hat Verständnis für "regionale Abweichungen"

Das weitere Vorgehen in den Schulen ist auch ein Thema der Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder an diesem Donnerstag. Karliczek äußerte Verständnis für regionale Abweichungen bei der Pandemie-Bekämpfung. Die Länder und selbst die einzelnen Schulen müssten die Möglichkeit haben, unterschiedlich vorzugehen.

Die Gegebenheiten vor Ort wie etwa die unterschiedlich großen Klassenräume an Schulen müssten berücksichtigt werden können. Der rote Faden sei aber das von den Kultusministern der Länder erarbeitete Konzept. "Jede Schülerin und jeder Schüler soll bis zu dem Beginn der Sommerferien tage- oder wochenweise die Schule besuchen können", heißt es in dem KMK-Papier.

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