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Kaputter Regierungsflieger: Müller sagt Reise nach Namibia ab | BR24

© BR / Janina Lückoff

Am Boden gebliebene Maschine

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    Kaputter Regierungsflieger: Müller sagt Reise nach Namibia ab

    Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) muss auf seinen geplanten Besuch in Namibia vorerst verzichten. Ursache sei erneut der Ausfall einer Maschine der Flugbereitschaft der Bundeswehr, wie das Ministerium mitteilte.

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    "Verschoben ist nicht aufgehoben" - die Reise nach Namibia werde nachgeholt, sagte Müller. Er zeigte sich enttäuscht, dass er nicht wie geplant in die namibische Hauptstadt Windhuk weiterreisen kann.

    Der kaputte Regierungsflieger steht immer noch in Malawi. Das Ersatzteil aus Deutschland ist unterwegs dorthin. Es sei ein Jammer, dass man das Programm von Deutschland aus nicht mehr durchplanen könne, sagte Müller. Das werde dazu führen, dass man künftig auch andere Flugmöglichkeiten mitdenken müsse.

    Sambia nun neuer Schwerpunkt von Müllers Reise

    Nun wird Sambia der Schwerpunkt der Reise. Müller ist das erste Mal in dem Land. Am Dienstagvormittag wurde er von Präsident Edgar Lungu empfangen. Er betonte, wie wichtig Sambia für den Frieden in der Region sei. Vor allem die Situation in Kongo habe das Gespräch beherrscht, so Müller. Sambia hat rund 45.000 Geflüchtete aus dem Land aufgenommen. Müller sprach aber auch das Thema "gute Regierungsführung" an. Korruption ist in Sambia verbreitet.

    Im Zentralgefängnis von Sambias Hauptstadt Lusaka informierte sich Müller anschließend über ein deutsch-europäisches Rechtsberatungsprojekt für Insassen, die ohne Verfahren und Verurteilung dort sind. Viele wurden unter dem Vorwurf der illegalen Einreise festgenommen und warten seit Monaten auf den Beginn des Verfahrens. Das Rechtsberatungsprojekt läuft Ende des Jahres aus. Die Bundesregierung hat bereits eine Million Euro zugesagt, damit das Projekt weitergehen kann.

    Auch ein Projekt zur beruflichen Bildung hat Müller besucht: Bei einer Kooperation der Handwerkskammer Rhein-Main mit dem sambischen Bauverband werden Jugendliche zu Maurern und Elektrikern ausgebildet.

    Weiter per Linienflug

    Am Dienstagnachmittag ging es per Linienflug weiter nach Sambias Norden, nach Ndola. Dort soll am Mittwoch der Besuch einer Kupfermine nachgeholt werden, der eigentlich für Montag geplant war, wegen der Verspätungen durch den kaputten Regierungsflieger aber abgesagt werden musste. Die Themen nachhaltige Lieferkette und Menschenrechte spielen dabei eine Rolle - aber auch das Bemühen, einen fairen Anteil von Steuern im Land zu belassen.