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Kanzlerkandidatur der Union: Söder gegen frühe Festlegung | BR24

© picture alliance/Daniel Karmann/dpa

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, spricht auf einer CSU-Veranstaltung.

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    Kanzlerkandidatur der Union: Söder gegen frühe Festlegung

    CSU-Chef Markus Söder sieht in der Entscheidung über den CDU-Vorsitz keine Vorentscheidung über die Kanzlerkandidatur der Union. Gleichzeitig warnte er die Schwesterpartei vor einem Rechtsruck.

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    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder spricht sich gegen die frühe Nominierung eines Kanzlerkandidaten der Unionsparteien aus. "Wir müssen die Gesamtformation Anfang nächsten Jahres bewerten", so der CSU-Chef in der ARD-Sendung Anne Will. Es sei nichts entschieden.

    Er warnte davor, einen Kanzlerkandidaten der Union bereits jetzt zu bestimmen und ihn dann anderthalb Jahre bis zur Wahl durchs Land zu schicken. "Wenn man dem schaden will, kann man es machen." Die CDU müsse ihre Zeitachse definieren.

    CDU-Vorsitz keine Vorentscheidung über Kanzlerkandidatur

    Er rate zudem dringend zu einer baldigen gemeinsamen Präsidiumssitzung von CDU und CSU, um auch über Fahrpläne zu reden. Heute kommt zudem der Parteivorstand der Christsozialen zusammen, um über die Führungskrise der Schwesterpartei zu beraten.

    Söder betonte zudem, die Entscheidung über den CDU-Vorsitz sei aus seiner Sicht keine über die Kanzlerkandidatur der Union. "Der Parteivorsitz ist das eine. Aber das andere ist die Kanzlerkandidatur", sagte Söder. Diese gehe nur mit der CSU. Natürlich müssten Kandidaten für die CDU-Spitze dann auch erklären, ob sie für den Parteivorsitz bereit seien, "selbst wenn sie nicht Kanzler werden". CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte bei ihrer Rückzugsankündigung erklärt, Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur müssten aus ihrer Sicht in einer Hand liegen.

    Klare Abgrenzung zur AfD

    Söder nannte außerdem eine eindeutige Abgrenzung zur AfD als zentralen Punkt für die Neuaufstellung der Union. "Diese strategische Richtungsfrage muss als erstes geklärt werden", betonte der bayerische Ministerpräsident. Wer Kanzlerkandidat werden wolle, müsse ganz klar machen, dass es überhaupt keine Zusammenarbeit mit der AfD geben könne. Die AfD müsse man bekämpfen, und man dürfe sich nicht klammheimlich von ihr wählen lassen. Auch einen "Bruch" mit Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnte er ab.