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Bildrechte: picture alliance/dpa | Felix Hörhager

Trotz Impfstart und rückläufigen Corona-Neuinfektionen ist kein Ende des Lockdowns in Sicht: Mehrere Ministerpräsidenten sowie Kanzleramtschef Helge Braun erwarten, dass die Maßnahmen über den 10. Januar hinaus verlängert werden.

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Kanzleramt und Länderchefs: Lockdown wird wohl verlängert

Trotz Impfstart und rückläufigen Corona-Neuinfektionen ist kein Ende des Lockdowns in Sicht: Mehrere Ministerpräsidenten sowie Kanzleramtschef Helge Braun erwarten, dass die Maßnahmen über den 10. Januar hinaus verlängert werden.

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Kanzleramtschef Helge Braun hält eine Verlängerung des Corona-Lockdowns über den 10. Januar hinaus für wahrscheinlich. "Ich rechne damit, dass wir zunächst am 5. Januar, wenn wir uns das nächste Mal treffen, das Ganze noch nicht genau beurteilen können und deswegen den Lockdown noch fortsetzen müssen", sagte Braun in einem Interview mit RTL/ntv.

Todesfall-Zahlen weiterhin deutlich zu hoch

Ähnlich äußerte sich Vizeregierungssprecherin Ulrike Demmer. Die aktuell rückläufigen Zahlen der registrierten Neuinfektionen seien wegen der Feiertage "mit großer Vorsicht zu genießen". Um eine realistische Einschätzung zu erhalten, müssten Tage auch nach dem Jahreswechsel abgewartet werden, sagte Demmer. Die Fallzahlen seien weiter deutlich zu hoch.

Sie verwies insbesondere auf die am Montag vermeldeten neuen Todesfälle von mehr als 300. Die Situation in den Krankenhäusern zeige eindringlich, wie schwierig die Lage nach wie vor sei. Deshalb müssten die Menschen weiterhin ihre Kontakte reduzieren. "Das gilt natürlich auch für Silvester." Zudem solle weiterhin auf Reisen verzichtet werden, die nicht notwendig sind.

Bodo Ramelow: Lockdown bis März

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) geht davon aus, "dass wir bis März mit Einschränkungen leben müssen", sagte er den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. "Wenn die Ministerpräsidenten am 5. Januar erneut beraten, wird nichts auf Lockerungen hindeuten. Wir gehen alle davon aus, dass der Lockdown verlängert werden muss."

Auch Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sprach sich dafür aus. Die aktuellen Infektionszahlen seien trügerisch, sagte er RTL/ntv. Sein Eindruck sei, "dass die Menschen sich über Weihnachten sehr zurückgenommen haben." Besorgt sei er aber wegen Silvester. "Ich habe große Sorge, dass an Silvester gefeiert wird. Das muss dringend unterbunden werden."

Schwesig: "Noch eine lange Strecke"

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) erklärte der "Bild": "Wir sind noch nicht durch und wir müssen deutlich unter eine Inzidenz von 50 kommen, damit wir wieder in besserem Fahrwasser sind." Das werde "noch eine lange Strecke", so Schwesig.

Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD) warnte vor dem Hintergrund der ersten Corona-Impfungen vor zu hohen Erwartungen. "Leider werden die Infektionszahlen wegen der Feiertage in den nächsten Tagen nicht sehr zuverlässig sein", sagte der SPD-Politiker der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" vom Montag. "Ob wir im neuen Jahr direkt wieder über Lockerungen reden können, ist deswegen durchaus zweifelhaft", betonte Weil.

Beratungen am 5. Januar - Debatte über Schulen

Die Länderregierungschefs wollen am 5. Januar mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten. Noch vor diesem Termin wollen die Kultusminister darüber beraten, wie es mit dem Schulunterricht weitergehen soll.

Die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) plädierte für eine Wiederöffnung von Grundschulen und Kitas nach den Weihnachtsferien. Homeschooling könne Präsenzunterricht nicht ersetzen, sagte sie.

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo äußert Verständnis dafür, dass viele Eltern, Schüler und Lehrkräfte sich Präsenzunterricht wünschen. Zuvor müsse sich aber zeigen, wie schnell der Lockdown Wirkung zeigt. Die Infektionszahlen müssten sinken. Piazolo rechnet damit, dass zunächst noch teilweise Wechselunterricht nötig sein wird.

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