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Kanzleramt: Keine Impfpflicht gegen Covid-19 | BR24

© dpa-picture-alliance/Sachelle Babbar

Schild bei Demonstration in München "Ich lasse mich nicht zwangsimpfen"

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    Kanzleramt: Keine Impfpflicht gegen Covid-19

    Wenn dieser Tage Menschen gegen die Corona-Auflagen protestieren, sind immer wieder Schilder zu lesen mit Aufschriften wie: "Keine Zwangsimpfung". Das Kanzleramt hat jetzt klargestellt: Eine Pflicht zur Corona-Impfung soll es nicht geben.

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    In vielen Ländern der Welt wird unter Hochdruck geforscht - auf der Suche nach einem Impfstoff zum Schutz gegen das Coronavirus. Aber noch ist keine Impfung in Sicht, und vor einer Impfpflicht braucht sich auch niemand zu fürchten. Darauf hat jetzt das Bundeskanzleramt hingewiesen.

    "Jeder entscheidet selbst"

    Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Wenn es den Impfstoff hoffentlich schnell gibt, kann jeder sich impfen lassen, wenn er das möchte." Wer das aber nicht wolle, müsse das Risiko einer Infektion selbst tragen.

    Der CDU-Politiker äußerte die Hoffnung, dass es zwischen Anfang und Mitte nächsten Jahres einen Impfstoff geben wird. Und er machte klar, dass sich damit auch unser aller Leben wieder verändern dürfte - hin zur alten "Normalität".

    "Wenn Impfstoff verfügbar ist, dann wird es keine Beschränkungen mehr geben, und wir kehren endlich zum normalen Leben zurück." Kanzleramtschef Helge Braun

    Immer wieder war in den vergangenen Tagen und Wochen behauptet worden, eine Pflicht zur Corona-Impfung sei längst beschlossene Sache. Vor allem bei den sogenannten "Hygiene-Demos" ist das Thema immer wieder präsent. Fakt ist: Die am 14. Mai vom Bundestag verabschiedete Reform des Infektionsschutzgesetzes sieht keine derartige Regelung vor.

    Das Beispiel Masern

    Allerdings: Rechtlich möglich wäre eine Pflicht zur Corona-Impfung schon. Das zeigt das Beispiel Masern: Nach langer Diskussion ist die Masern-Impfung unter anderem für Kita- und Schulkinder ein Muss - seit Anfang März. Eltern müssen jetzt nachweisen, dass ihre Kinder geimpft sind. Können sie das nicht, drohen Geldstrafen.

    Warnung vor Verschwörungstheorien

    Erst vor kurzem hatte Braun betont, er mache sich Sorgen wegen der vielen Verschwörungstheorien, die gerade im Umlauf seien. Es gebe eine "bedenkliche Diskussion, die versucht, das Virus zu verharmlosen".

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