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Kanada verbietet Wale und Delphine in Gefangenschaft | BR24

© AGAMI/M. Guyt

Schwertwal, auch Killerwal genannt

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    Kanada verbietet Wale und Delphine in Gefangenschaft

    Ab jetzt sind in Kanada die Haltung und Zucht von Walen und Delphinen in Gefangenschaft verboten. Die kanadischen Abgeordneten haben jetzt ein Gesetz dazu verabschiedet. Es gilt allerdings nicht rückwirkend.

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    Das kanadische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das die Haltung und Zucht von Walen und Delfinen in Gefangenschaft verbietet. Der Gesetzentwurf, der schon 2015 eingebracht und am Montag nun von den Abgeordneten beschlossen wurde, ändert das kanadische Strafgesetzbuch. Die Haltung und die Zucht von Meeressäugern sind damit künftig untersagt.

    Ausnahmen für zwei Freizeitparks

    Das Verbot gilt allerdings nicht rückwirkend. Der Freizeitpark Marineland in der Stadt Niagara Falls und das Aquarium in Vancouver, die in Kanada als einzige Meeressäuger halten, dürfen ihre Tiere also behalten. Es gibt zudem einige Ausnahmen, etwa wenn ein verletztes Tier gesundgepflegt werden soll.

    Tierschützer begrüßen vor allem das Zuchtverbot für Wale und Delphine

    Tierschützer begrüßten das Gesetz. Die Organisation World Animal Protection Canada lobte vor allem das Zuchtverbot. Die Wale und Delfine, die derzeit in Kanada in "winzigen Becken" gehalten würden, seien damit "die letzte Generation, die darunter leiden muss". Andere Länder sollten dem Beispiel folgen.

    Tierparks mit Walen stehen unter Druck

    Nach Angaben der Organisation gilt das Verbot inzwischen in rund einem Dutzend Länder, darunter in Costa Rica und Chile. Tierparks, die immer noch Wale als Attraktion halten, sehen sich auch in anderen Ländern zunehmendem Druck ausgesetzt. Im vergangenen Jahr hatte der britische Reiseveranstalter Thomas Cook angekündigt, keine Touren mehr zu Freizeitparks anzubieten, die Orcas halten.