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Lawine in Kanada: Bergsteiger auf Rückweg von Gipfel verunglückt | BR24

© picture alliance / All Canada Photos/Tom Nevesely

In Kanada verunglückte Bergsteiger befanden sich auf Rückweg von Gipfelbesteigung

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    Lawine in Kanada: Bergsteiger auf Rückweg von Gipfel verunglückt

    Die drei in den kanadischen Rocky Mountains von einer Lawine getöteten Extrem- Bergsteiger befanden sich auf dem Rückweg von einer erfolgreichen Gipfelbesteigung. Hansjörg Auer, David Lama und Jess Roskelley zählten zu den besten Alpinisten der Welt

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    Die drei bei einem Lawinenunglück in Kanada getöteten Bergsteiger befanden sich offenbar auf dem Rückweg nach einer erfolgreichen Gipfelbesteigung.

    Die Kletterer kamen vom Howse-Gipfel hinab

    Die Ausnahme-Alpinisten Hansjörg Auer, David Lama und Jess Roskelley hätten am vergangenen Dienstag den Howse-Gipfel im Banff-Nationalpark erklommen, sagten Vertreter der Nationalparkverwaltung am Montag.

    Sie hätten den Gipfel am Mittag erreicht und sich auf dem Rückweg befunden, als sie von einer Lawine mitgerissen worden seien.

    Genaue Details zum Unglück unklar

    Die Behörde berief sich bei ihrer Schilderung unter anderem auf Angaben von Roskelleys Familie. Es lägen aber nur "begrenzte Details" vor. Wo genau die Bergsteiger, die zu den besten Alpinisten der Welt zählten, von der Lawine erfasst wurden, blieb unklar. Ihre Leichen wurden fünf Tage nach dem Unglück am Fuße der Ostseite des Berges entdeckt.

    Bergsteiger waren ohne Sender unterwegs

    Die Österreicher Auer und Lama und der US-Bergsteiger Roskelley hatten keine Sender bei sich, mit denen sie nach der Lawine hätten geortet werden können. Brian Webster von der Nationalparkverwaltung betonte, für das Trio wäre ohnehin jede Hilfe zu spät gekommen. Lediglich die Suche nach den Leichnamen hätte verkürzt werden können.

    Weitere Lawinen gefährdeten die Suche

    Der Sucheinsatz hatte wegen schlechten Wetters und der Gefahr weiterer Lawinen zwischenzeitlich unterbrochen werden müssen. Der Tod der bekannten Alpinisten hat über die Bergsteiger-Szene hinaus Betroffenheit und Trauer ausgelöst.

    💡 Ausnahme-Bergsteiger David Lama

    David Lama wurde am 4. August 1990 in Innsbruck geboren und galt einst als Wunderkind des Kletterns. Sein Vater stammt aus dem Mount-Everest-Gebiet in Nepal, seine Mutter aus Österreich. Der zweifache Jugend-Weltmeister (2004, 2005) gewann 2006 als 16-Jähriger als Erster einen Vorstieg- und Boulder-Weltcup in einer Saison. Nach WM-Bronze 2009 rückten seine alpinen Expeditionen in den Vordergrund.

    Einer seiner größten Erfolge war 2012 die erste freie Begehung der Kompressor-Route am Cerro Torre ("Turm-Berg") in den argentinisch-chilenischen Anden mit Peter Ortner. Diese wurde 2013 verfilmt. Am 25. Oktober 2018 gelang ihm die Erstbesteigung des 6.895 Meter hohen Lunag Ri in Nepal über den Westpfeiler.