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Margot Käßmann

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    Käßmann will Reformationsjubiläum im Pazifik eröffnen

    Die Botschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das "Reformationsjubiläum", Margot Käßmann, eröffnet das Gedenkjahr 2017 auf den an der Datumsgrenze im Pazifik liegenden Chatham Islands. Das gab Käßmann vor Journalisten bekannt.

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    Mit den Bischöfen der Lutherischen Kirchen Neuseelands und Australiens sowie Vertretern der "Gossner Mission" werde sie die aufgehende Sonne im Rahmen einer Zeremonie begrüßen, erklärte Käßmann. Zudem werde sie an einem ökumenischen Gottesdienst in einer anglikanischen Kirche auf den Inseln teilnehmen. Auf Nachfrage sagte Käßmann, dass sie eine derartige Reise mit den Klimaschutzzielen der EKD für vereinbar halte, weil zugleich in einen entsprechenden Kompensationsfonds eingezahlt werde.

    Käßmann erklärte, nach ihrem Eindruck sei die EKD für 2017 gut vorbereitet. Zur Ökumene sagte sie, momentan würden die Früchte der ökumenischen Bewegung der vergangenen 100 Jahre geerntet. "Es war 1917 nicht vorstellbar, dass sich Katholiken überhaupt an solchen Feierlichkeiten beteiligen", sagte die frühere Hannoversche Bischöfin. Die vor zehn Jahren noch vorhandene Skepsis im katholischen Bereich zum Reformationsgedenken habe sich gelöst. "Eher gibt es heute von evangelischer Seite Kritik - müsst ihr denn so ökumenisch sein?", so Käßmann.