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Bildrechte: dpa/David J. Phillip

Minus 34 Grad Celsius und Millionen Amerikaner ohne Strom - das ist die bisherige Bilanz der arktischen Kältefront in den USA.

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Kälteeinbruch in den USA: Millionen Texaner ohne Strom

Eisige Temperaturen und Schneefall haben in den USA zu massiven Problemen in der Stromversorgung geführt. In Texas sind Millionen Haushalte ohne Elektrizität. Wegen eingefrorener Pipelines ist auch Mexiko betroffen.

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  • tagesschau.de

Eine arktische Kaltfront hat weite Teile der USA im Griff. Die Gouverneurin von Kansas, Laura Kelly, rief bei Temperaturen um minus 34 Grad Celsius den Katastrophenfall aus.

Im US-Bundesstaat Texas führte das ungewöhnlich eisige Winterwetter zu massiven Stromausfällen. Die Zahl der Haushalte ohne Elektrizität stieg bis zum Montagabend (Ortszeit) nach Angaben der Webseite poweroutage.us auf rund 4,4 Millionen an. Die Netzagentur des Bundesstaats hatte zuvor rotierende Abschaltungen von Teilen des Netzes angekündigt, um einen kompletten Zusammenbruch der Versorgung zu verhindern.

Viele Flughäfen schränken Betrieb ein

Gouverneur Greg Abbott teilte mit, die Nationalgarde sei im Einsatz, um dabei zu helfen, frierende Menschen aus ihren Häusern in eines der 135 eingerichteten Wärmezentren zu bringen. Es seien mehr als 3000 Polizisten und 600 Angehörige militärischer Einheiten im Einsatz. Für den gesamten Bundesstaat wurde der Notstand ausgerufen.

Der Flughafen von Houston musste wegen des Winterwetters zunächst bis Dienstagmittag schließen, beim Airport Dallas Fort Worth gab es zahlreiche Annullierungen, in Austin wurden am Montag alle Flüge gestrichen.

Die Behörden forderten alle Bürger auf, wegen verschneiter und vereister Straßen in ihren Häusern und Wohnungen zu bleiben. Der Bürgermeister von Houston, Sylvester Turner, forderte alle Bewohner, die noch Strom haben, auf, ihre Heizungen zu drosseln, um das Netz zu stabilisieren. Der örtliche Stromversorger CenterPoint Energy sprach dort von etwa 1,2 Millionen Kunden ohne Strom.

Auch Menschen in Mexiko betroffen

Auch in Mexiko waren in den Bundesstaaten Nuevo Leon, Chihuahua, Coahuila, Tamaulipas, Durango und Zacatecas fast fünf Millionen Haushalte zeitweise ohne Strom, wie der staatliche Stromanbieter CFE erklärte. Bei etwa zwei Drittel der Anschlüsse sei die Versorgung inzwischen wiederhergestellt, hieß es. Das Frieren von Pipelines habe zu einer Unterbrechung der Gaszufuhr geführt, hieß es.

Der Elektrizitätsdienst versuchte, auf andere Energieträger wie Kohle und Wasserkraft zurückzugreifen und importierte verstärkt Strom aus den USA. Mexiko gewinnt etwa 60 Prozent seiner Elektrizität aus Erdgas.

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