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Jungen bei Autounfall getötet: 200 Euro Geldstrafe | BR24

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Blaulicht

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    Jungen bei Autounfall getötet: 200 Euro Geldstrafe

    Weil er im Oktober 2017 in Berlin einen vierjährigen Jungen durch zu schnelles Überholen auf der Busspur erfasst und tödlich verletzt hatte, ist ein Autofahrer nun verurteilt worden - zu einer Geldstrafe von 200 Euro.

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    Zu lediglich einer Geldstrafe in Höhe von 200 Euro ist nun ein Autofahrer verurteilt worden, der 2017 in Berlin einen Vierjährigen beim Überholen auf der Busspur mit seinem Pkw erfasste und tödlich verletzte.

    Fahrlässige Tötung

    Der 23-Jährige hätte den Unfall bei angepasster Geschwindigkeit vermeiden können, begründete das Amtsgericht Berlin-Tiergarten das Urteil am Mittwoch und sprach den Studenten der fahrlässigen Tötung schuldig. Die Ampel habe für Fußgänger auf Rot gestanden, als das Kind plötzlich auf die Straße gelaufen sei. Es liege auch ein Fehlverhalten der Mutter vor, die mit ihrem Sohn vom Einkauf kam, hieß es im Urteil.

    Mit bis zu 74 Stundenkilometern auf der Busspur unterwegs

    Das Unglück hatte sich im Oktober 2017 im Stadtteil Pankow-Heinersdorf ereignet. Der Angeklagte, der zu einem Fitnessstudio wollte, habe vorschriftswidrig auf der Busspur rechts an den staubedingt haltenden Fahrzeugen vorbeifahren wollen, so das Gericht. Laut einem Gutachten war er mit einer Geschwindigkeit von bis zu 74 Stundenkilometern unterwegs. Mutter und Kind hätten zunächst auf einer Mittelinsel gestanden. Als der Junge losrannte, habe der Angeklagte das Kind mit dem linken Seitenspiegel erfasst. Der Vierjährige erlag zwei Wochen später seinen schweren Kopfverletzungen.

    Verurteilung des Unfallfahrers zu 200 Euro Geldstrafe

    Der nicht vorbestrafte Student hatte zuvor unter Tränen sein Bedauern geäußert. Er sei lediglich eine Strecke von etwa 70 Metern auf der Busspur gefahren und habe dann rechts abbiegen wollen, erklärte er. "Als das Kind auf der Straße lag, war ich geschockt." Mit der Strafe von 40 Tagessätzen zu je fünf Euro folgte das Gericht im Wesentlichen den Anträgen von Staatsanwalt und Verteidigung.