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Archivbild: Söder und JU-Chef Kuban im Jahr 2019 beim Deutschlandtag der Jungen Union

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    Junge Union stellt Laschet und Söder Ultimatum in K-Frage

    Im Wettstreit zwischen CDU-Chef Laschet und dem CSU-Vorsitzenden Söder um die Kanzlerkandidatur stellt die Junge Union den beiden Parteichefs ein Ultimatum. Wie der BR aus CSU-Kreisen erfuhr, fordert die JU eine Einigung bis Samstag.

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    Von
    • Eva Lell

    Im Streit zwischen CDU und CSU über den gemeinsamen Kanzlerkandidaten stellt die Junge Union (JU), die Jugendorganisation der Parteien, den Unionsspitzen ein Ultimatum. Das erfuhr der BR aus CSU-Kreisen. CDU-Chef Armin Laschet und der CSU-Vorsitzende Markus Söder müssten sich bis Samstag einigen, ansonsten sähe man sich gezwungen, sich für positionieren und für einen Kandidaten auszusprechen, warnt die Junge Union.

    Sowohl Laschet als auch Söder wollen die Union als Kanzlerkandidat in die Bundestagswahl führen. Bis Ende der Woche wollen sie sich die Spitzen beider Parteien auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen.

    JU-Chef fordert einen Art "Konklave"

    Im Zweifel sollten sich Führungsspitzen der beiden Parteien "in einem Konklave" zurückziehen und "erst wieder rauskommen, wenn sie sich geeinigt haben", forderte der JU-Bundesvorsitzende Tilman Kuban in der "Bild"-Zeitung und warnte vor den Folgen des Machtkampfs für die gesamte Union: "Wenn die Selbstzerfleischung so weitergeht wie die letzten Tage, sorgen sie gemeinsam dafür, dass in Zukunft von CDU und CSU nicht mehr viel übrig ist."

    Druck auf Laschet steigt

    Damit erhöht die Jugendorganisation den Druck auf beide Parteichefs. In der CSU gehen allerdings viele davon aus, dass die Junge Union Deutschland sich im Zweifel für Söder aussprechen würde, wodurch das Ultimatum vor allem als eine Drohung in Richtung Laschet verstanden werden könne. Im CDU-Präsidium soll Kuban am Montag allerdings Laschet den Rücken gestärkt haben. Medienberichten zufolge sagte er: "Wir sollten heute Armin Laschet ein starkes Verhandlungsmandat geben und geschlossen sein."

    Am Vormittag hatte der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU), gefordert, die Union müsse die K-Frage anhand der Umfragewerte der Kontrahenten klären. Die hohen Beliebtheitswerte für Markus Söder sind das gewichtigste Argument, auf das sich das Söder-Lager beruft

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