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Kind mit Teddybär (Symbolbild)

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    Jugendämter melden so viele Kindeswohlgefährdungen wie nie zuvor

    Im Corona-Jahr 2020 haben die Jugendämter in Deutschland so viele Kindeswohlgefährdungen festgestellt wie noch nie seit Einführung der Statistik 2012. Fast 60.600 Fälle wurden gemeldet, neun Prozent mehr als 2019.

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    • BR24 Redaktion

    Gründe für den Anstieg könnten neben einer zunehmenden Sensibilisierung der Bevölkerung für den Kinderschutz auch die Belastungen von Familien infolge der Kontaktbeschränkungen sein, hieß es. Zugleich sei nicht auszuschließen, dass weitere Fälle etwa wegen vorübergehender Schulschließungen unentdeckt blieben.

    Anstieg bereits seit 2018

    Bundesweit prüften die Jugendämter im Jahr 2020 knapp 194.500 Verdachtsmeldungen, das waren zwölf Prozent mehr als 2019. Bereits in den beiden Jahren zuvor war die Zahl der festgestellten Kindeswohlgefährdungen um jeweils zehn Prozent gestiegen.

    2020 war etwa jedes zweite betroffene Kind jünger als acht Jahre (51 Prozent) und jedes dritte jünger als fünf Jahre (33 Prozent). Etwa die Hälfte (49 Prozent) der betroffenen Jungen und Mädchen hatte zum Zeitpunkt der Gefährdungseinschätzung bereits eine Leistung der Kinder- und Jugendhilfe in Anspruch genommen.

    Vernachlässigung als häufigstes Problem

    Die meisten der rund betroffenen 60.600 Kinder wiesen Anzeichen von Vernachlässigung auf (58 Prozent). Bei rund einem Drittel aller Fälle (34 Prozent) wurden Hinweise auf psychische Misshandlungen beispielsweise in Form von Demütigungen, Einschüchterungen und Isolierung gefunden. In etwas mehr als einem Viertel (26 Prozent) der Fälle gab es Indizien für körperliche Misshandlungen und bei fünf Prozent Anzeichen für sexuelle Gewalt.

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