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In der Münchner Ohel-Jakob-Synagoge wird das Widderhorn Schofar geblasen
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Julio Segador
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In der Münchner Ohel-Jakob-Synagoge wird das Widderhorn Schofar geblasen

Rosch Haschana leitet den Festmonat mit einer ganzen Reihe von Bußtagen ein und mündet nach zehn Tagen in das jüdische Versöhnungsfest Jom Kippur, den höchsten Feiertag des Judentums. Danach folgt noch das Laubhüttenfest Sukkot.

Gläubige Juden strömen zur Klagemauer

In diesem Jahr beginnt Rosch Haschana am Sonntagabend, traditionell nach Sonnenuntergang. Dann beginnt nach dem jüdischen Kalender das Jahr 5779 nach der Erschaffung der Welt. Die gläubigen Juden gehen in die Synagogen, in Jerusalem strömen die Religiösen traditionell zur Klagemauer.

Erinnert wird an den Bund zwischen Gott und den Israeliten

An Rosch Haschana - übersetzt "das Haupt des Jahres“ - feiern die Juden den Anfang der Schöpfung. Dabei erinnern sie an den Bund zwischen Gott und den Israeliten. Typisch ist für das Fest das Blasen des Schofar, des Widderhorns, mit dem zu Buße aufgerufen wird.

Furcht vor Anschlägen

Wie in den Vorjahren gelten an den kommenden Feiertagen in ganz Israel erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. Manche Grenzübergänge nach Gaza und ins besetzte Westjordanland sind geschlossen. Damit soll die Gefahr von Anschlägen verringert werden.

Israelis sind mit ihrem Leben zufrieden

Umfragen zufolge geht die Bevölkerung in Israel glücklich in das neue Jahr. Neun von zehn Israelis sind mit ihrem Leben weitgehend zufrieden. Damit steht Israel weltweit an elfter Stelle. Als Gründe werden genannt: das stabile Gesundheitssystem, der weitgehend hohe Lebensstandard und die gestiegene Lebenserwartung.

Wenig Hoffnung auf Frieden mit den Palästinensern

Eher pessimistisch sind die rund 8,9 Millionen Bewohner Israels was den Friedensprozess anbelangt. Auch hier sagen neun von zehn Israelis, dass die Chancen für einen Durchbruch der israelisch-palästinensischen Beziehungen eher gering sind.