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Kramp-Karrenbauer und Ziemiak
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Kramp-Karrenbauer und Ziemiak

Das ging schnell - nur knapp einen halben Tag nach der Wahl zur CDU-Chefin hat Annegret Kramp-Karrenbauer ihre erste wichtige Personalentscheidung gefällt: Paul Ziemiak ist neuer Generalsekretär und tritt damit die direkte Nachfolge von "AKK" an.

Ziemiak wurde von Kramp-Karrenbauer auf dem Parteitag in Hamburg am Morgen vorgeschlagen. Bei der anschließenden Abstimmung erhielt er 503 der 801 gültigen Delegierten-Stimmen - das sind 63 Prozent.

Signal an den konservativen Flügel

Dass Kramp-Karrenbauer Ziemiak für das Amt vorgeschlagen hat, dürfte als Versuch verstanden werden, die Partei zu befrieden. Der im polnischen Stettin geborene JU-Chef gilt als Freund von Gesundheitsminister Jens Spahn – und als konservativ. Ziemiak deutete auch im Vorfeld des Parteitags an, dass er nicht für Kramp-Karrenbauer als neue Vorsitzende stimmen werde.

Die Entscheidung pro Ziemiak könnte das konservative Lager ins Boot holen, das enttäuscht ist, dass Friedrich Merz die Wahl zum CDU-Chef verloren hat. Zudem ist es auch ein Signal an diejenigen, die eine Verjüngung der Partei fordern.

"Ich bin sehr froh, dass Paul mir gestern zugesagt hat", erklärte Kramp-Karrenbauer heute. Man habe das am "Rande der Tanzfläche geklärt". Zudem wolle "AKK" mit der Entscheidung auch klar machen: "Diese Partei ist nicht gespalten."

"Ich bewerbe mich heute um das Amt des Generalsekretärs, weil heute etwas Neues beginnt", erklärte Ziemiak bei seiner Bewerbungsrede. "Jetzt geht es darum, die Partei zu erneuern. Mit einem klaren Kurs und einer klaren Sprache", so der 33-Jährige weiter.

Seit 2001 in der CDU

Ziemiak ist seit 1998 in der Jungen Union und seit 2001 in der CDU. 2014 wurde er zum Bundesvorsitzenden der JU gewählt. Seit dieser Legislaturperiode sitzt er auch im deutschen Bundestag.