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Biden gegen Trump – noch 100 Tage bis zur Wahl in den USA | BR24

© picture alliance / AP Photo

US-Präsidentschaftswahl: Wird Amtsinhaber Donald Trump (r.) wiedergewählt oder löst ihn Herausforderer Joe Biden (l.) ab?

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    Biden gegen Trump – noch 100 Tage bis zur Wahl in den USA

    Wird Amtsinhaber Donald Trump wiedergewählt oder löst ihn Herausforderer Joe Biden ab? Bei der Präsidentschaftswahl in den USA wird in genau einhundert Tagen entschieden, wie es in dem von der Corona-Pandemie gebeutelten Land weitergehen soll.

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    Noch 100 Tage – dann wird in den USA gewählt. Aktuell liegt der demokratische Herausforderer Joe Biden in den Umfragen vorn – doch in 100 Tagen kann noch viel passieren. Am 3. November entscheiden die US-amerikanischen Wählerinnen und Wähler über die Zukunft ihres Landes.

    US-Präsidentschaftswahl: Corona-Politik und innere Sicherheit

    Für den Politkommentator James Carville steht schon länger fest: Donald Trump wird die Wiederwahl nicht schaffen. Unter keinen Umständen werde Trump wiedergewählt, ist sich Carville im Interview beim Fernsehsender MSNBC sicher. Das verheerende Corona-Krisenmanagement, eine Arbeitslosenquote von gut elf Prozent, soziale Proteste, die von Trump als purer Vandalismus abgestempelt werden.

    In den Umfragen liegt sein demokratischer Herausforderer Joe Biden derzeit mit knapp neun Prozentpunkten vorn. "Swing States" wie Pennsylvania, Wisconsin und Ohio sind aktuell keine sichere Bank für Trump. Der schürt mit einem Wahlspot Angst. In dem sieht eine alte Frau einen Einbrecher und wählt vergeblich die Nummer des Notrufs, dazu heißt es in dem Spot: "Joe Biden ist dafür, der Polizei das Geld zu streichen." Und: "Es gibt keine Sicherheit im Amerika von Joe Biden."

    Biden setzt auf Obama – Trump setzt Themen

    Allein im Juni hat Trump mehr als 50 Millionen Dollar in seine Wiederwahlkampagne gesteckt, Biden rund 36 Millionen. Der hat nun sein größtes Ass in die Spur geschickt, seinen ehemaligen Chef: Barack Obama. Auf der Biden-Webseite wurde vergangene Woche ein 15-minütiges Gespräch der beiden veröffentlicht. Über Trump sagte Biden: "Ich verstehe einfach nicht, warum er nicht in der Lage ist nachzuvollziehen, was die Leute gerade durchmachen."

    Das unterscheidet Biden wesentlich von Trump: Er gilt als nahbar, freundlich, immer bereit für einen Schwatz oder Händeschüttler. Nur all das geht gerade nicht. Seiner Kampagne fehlen diese Bilder. Trump taucht schon vom Amts wegen immer wieder im Fernsehen auf und setzt Themen.

    Trump und Biden: Fettnäpfchen auf beiden Seiten

    Immerhin werden die Wähler den direkten Vergleich haben - bei den drei Fernseh-Debatten. Am 29. September sollen Biden und Trump erstmals aufeinander treffen, dann wieder am 15. und 22. Oktober.

    Trump setzt große Hoffnung in diese direkte Auseinandersetzung. Seit Monaten schon sät der 74-jährige Zweifel an der mentalen Fitness seines Herausforderers, der 77 Jahre alt ist. Und brüstet sich damit, wie gut er selbst bei einem Denktest abgeschnitten habe, den – so Trump – Biden wohl kaum schaffen würde. So habe er sich eine bestimmte Wortfolge merken und fehlerfrei wiedergeben müssen. Trump wiederholte die Worte in einem Interview mehrfach: "Like you go person, woman, man, camera, tv." Die Szene wurde in den sozialen Medien auf verschiedene Weisen persifliert.

    Ganz ohne Fettnäpfchen kommt allerdings auch die Kampagne von Joe Biden nicht aus. Zugeschaltet in eine der wichtigsten Frühstücksshows im Radio, die besonders bei schwarzen Amerikanern beliebt ist, sagte Biden im Mai: "Wenn Du erst überlegen musst, ob du für mich oder Trump bist, bist du nicht Schwarz." Ein Affront – es entstand der Eindruck, dass Biden Stimmen der schwarzen Wählerschaft für selbstverständlich hält, er entschuldigte sich.

    Trump jetzt staatsmännisch – zu spät?

    Wie nervös aber das Weiße Haus ist, zeigte sich vergangene Woche: Nach Monaten nahm Donald Trump die zwischenzeitlich abgeschafften Corona-Pressekonferenzen wieder auf, forderte in gesetztem Ton zum Tragen einer Maske auf, gab sich bedacht und konzentriert. Es ist der Neustart, der vielleicht zu spät kommt. Neben Joe Biden ist das Coronavirus der zweite Gegner, den Trump in den kommenden 100 Tagen bezwingen muss.

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