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Jedes zweite Unternehmen Opfer von Spionage und Sabotage | BR24

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Cyber

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    Jedes zweite Unternehmen Opfer von Spionage und Sabotage

    Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl. Für viele Unternehmen in Deutschland ist das längst Alltag. Und ein Großteil meldet die Cyber-Attacken nicht. Zu dem Ergebnis kommt die Bitkom in einer Unternehmens-Befragung. Von Nadine Bader

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    Mehr als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland war laut Bitkom in den vergangenen beiden Jahren von Cyber-Attacken betroffen. Dadurch entstand ein Schaden von rund 55 Milliarden Euro pro Jahr. Acht Prozent mehr als vor zwei Jahren. Als Grund für den Anstieg nennt Bitkom-Präsident Berg, dass sich viele Unternehmen noch nicht adäquat von IT-Experten beraten lassen würden.

    "Und was fast schon verwerflich ist: Die Unternehmen schulen ihre Mitarbeiter nicht ausreichend. Das ist, glaube ich, das größte Problem. Denn eine bessere Schulung würde auch eine höhere Sicherheit bringen. Dazu müsste man den Unternehmen also dringend raten." Achim Berg, Bitkom-Präsident

    Sorge vor Imageschäden

    Die Cyberkriminellen haben es vor allem auf Kommunikationsdaten wie E-Mails, Finanz- und Kundendaten abgesehen. Hans-Georg Maaßen, Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz bemängelt, dass nur knapp ein Drittel der betroffenen Unternehmen die Cyberangriffe meldet- aus Sorge vor Imageschäden. Für die Sicherheitsbehörden sei das aber unabdingbar, um Abwehrstrategien zu entwickeln.

    Woher kommen die Täter?

    Viele der Cyberangriffe kommen aus Deutschland. Häufig führt die Spur aber auch nach Osteuropa, China und Russland. Die meisten Täter sind aktuelle oder ehemalige Mitarbeiter. Zum Täterkreis gehört oftmals auch das unternehmerische Umfeld, darunter Wettbewerber, Kunden oder Dienstleister. Ein kleinerer Teil der Cyberangriffe kommt von Hobby-Hackern, gefolgt von organisierter Kriminalität und ausländischen Nachrichtendiensten. Grundlage der Angaben ist eine Befragung von mehr als 1.000 Unternehmen.