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Jedes zweite Hähnchen ist mit Durchfallerregern befallen | BR24

© MEV/Creativstudio

Brathähnchen und Pommes

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    Jedes zweite Hähnchen ist mit Durchfallerregern befallen

    Kontrollen von Hähnchen-Frischfleisch im deutschen Lebensmittelhandel haben ergeben: Jede zweite Probe war mit Durchfallerregern befallen. Das hat die Bundesregierung auf Anfrage des Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter bestätigt.

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    Im deutschen Lebensmitteleinzelhandel ist mehr als jede zweite Hähnchenfleischprobe mit einem Durchfallerreger kontaminiert. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage des Grünen-Fraktionschefs Anton Hofreiter hervor, aus der die "Rheinische Post" (Freitag) zitiert. Demnach enthielten 51,8 Prozent der Proben im Jahr 2017 den Erreger Campylobacter, während es 2011 noch 31,6 Prozent waren.

    Letztes Jahr sogar fast 80 Prozent der Masthähnchen betroffen

    Direkt an den Schlachthöfen habe das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) im vergangenen Jahr sogar bei 78,8 Prozent der Masthähnchen den Durchfallerreger gefunden, hieß es weiter. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts führt Campylobacter zu 60.000 bis 70.000 gemeldeten Erkrankungen pro Jahr, die Dunkelziffer ist laut "RP" deutlich höher. Vor allem Kinder, Ältere und Schwangere sind häufig betroffen.

    Schlachthäuser besser kontrollieren

    Hofreiter forderte, die Bundesregierung müsse für mehr Hygiene auf den Schlachthöfen sorgen. Der Chef des Verbraucherschutzzentrale Bundesverband (vzbv), Klaus Müller, sagte: "Entscheidend ist, dass Schlachthäuser besser kontrolliert und zu verbesserten Hygienemaßnahmen verpflichtet werden."

    Chlor-Methode aus den USA verboten

    Der Bundesverband des Lebensmittelhandels wies darauf hin, dass die in den USA zulässige Methode, Keime auf dem Fleisch durch Chlor zu beseitigen, in Europa nicht erlaubt sei. Auf Geflügelfleisch würden deshalb Verzehrhinweise gegeben.

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    • BR24 Redaktion
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