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Japanischer Modedesigner Yamamoto gestorben | BR24

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Der japanische Modedesigner Kansai Yamamoto ist tot. Er starb im Alter von 76 Jahren an Leukämie, wie seine Tochter Mirai Yamamoto auf Instagram mitteilte. Yamamoto galt als Pionier der japanischen Modeindustrie.

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Japanischer Modedesigner Yamamoto gestorben

Der japanische Modedesigner Kansai Yamamoto ist tot. Er starb im Alter von 76 Jahren an Leukämie, wie seine Tochter Mirai Yamamoto auf Instagram mitteilte. Yamamoto galt als Pionier der japanischen Modeindustrie.

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Wie seine Tochter, die Schauspielerin Mirai Yamamoto auf dem Onlinedienst Instagram mitteilte, verstarb der japanische Modedesigner Kansai Yamamoto bereits vor einer Woche im Alter von 76 Jahren an Leukämie. Wie sie weiter erklärte, schlief ihr Vater friedlich im Kreise seiner Lieben ein.

Internationaler Durchbruch mit Entwürfen für David Bowie

Kansai Yamamoto galt als Pionier der japanischen Modeindustrie. Er machte sich ab den 70er Jahren mit farbenfrohen Avantgarde-Stücken, die Geschlechtergrenzen überschritten und häufig Elemente der japanischen Kultur aufgriffen, einen Namen. Anfang der 70er Jahre war er der erste japanische Designer, der seine Entwürfe auf der Fashionshow in London präsentieren durfte. International bekannt wurde seine Mode durch David Bowie. Für dessen Ziggy Stardust Tour kreierte er Anfang der 70er Jahre die Kostüme. Nach London kam er immer wieder gern zurück, wie er sich 2013 im Victoria und Albert Museum erinnerte:

"Als ich herkam, war ich wirklich überrascht. Als ich hier mit meiner Tiger-und Drachen-Jacke langlief, fragten mich die Leute: Wo hast Du die her? Und wo kommst Du her? Und heute Abend gibt’s ne Party, willst Du kommen? Das ist London. In Japan betrachten sie mich eher mit Argwohn." Kansai Yamamoto, Modedesigner

Yamamoto: Vielseitiger Künstler voller Lebensfreude

Kansai Yamamoto war da schon knapp über 70, trat aber dennoch als Großstadtindianer auf, mit bemaltem Gesicht und präsentierte eine knallbunte Modenschau. In Tokio trägt der Skyliner – ein Schnellzug zwischen dem Flughafen Narita und der Innenstadt – seine Handschrift. In den vergangenen Jahren war Yamamoto vor allem als Veranstalter des Genki-Projekts bekannt, eine wilde Mischung aus Musik, Akrobatik und purer Lebensfreude. Noch vor zwei Jahren interpretierte er für das französische Unternehmen Louis Vuitton traditionelle japanische Muster neu.

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