BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Japan und AKW-Betreiber haften für Schäden | BR24

Audio nicht mehr verfügbar

Dieses Audio konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Japan und AKW-Betreiber haften für Schäden

Japans Regierung und der Betreiber des Atomkraftwerks Fukushima sind nach einem Gerichtsurteil für die Nuklearkatastrophe vor sechs Jahren haftbar. Die Justiz sprach mehreren Klägern Entschädigungszahlungen in Höhe von insgesamt 317.000 Euro zu.

Per Mail sharen

Im März 2011 hatten ein schweres Erdbeben und ein anschließender Tsunami Japans Nordostküste verwüstet. Die Naturkatastrophe führte zur Kernschmelze in der Atomanlage von Fukushima, dem folgenschwersten Atomunfall seit Tschernobyl 1986. Mehr als 10.000 Menschen, die wegen der radioaktiven Strahlung die Gegend verlassen mussten, gingen mit Sammelklagen gegen die japanische Regierung und den AKW-Betreiber Tepco vor.

Regierung hätte Sicherheitmaßnahmen fordern können

Im Zusammenhang mit der Katastrophe ergingen bereits mehrere Urteile, nun werden aber erstmals Regierung und AKW-Betreiber gemeinsam zur Rechenschaft gezogen. Die Katastrophe hätte verhindert werden können, wenn die Regierung Tepco zu präventiven Sicherheitsmaßnahmen gedrängt hätte, urteilte das Gericht. Die Regierung sei zu derlei Anordnungen "berechtigt".

Unklar blieb zunächst, wie vielen Klägern die Entschädigungszahlungen zugute kommen werden. Der Sender NHK berichtete, dass nur 62 von insgesamt 137 Betroffenen Geld zugesprochen wurde. Die Beträge fallen allerdings mit 570 bis 29.000 Euro recht gering aus und die gesamte Entschädigungssumme liegt deutlich unter der Forderung der Kläger.