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IW-Studie: 342.000 Kitaplätze fehlen | BR24

© picture-alliance/dpa

Ein Mädchen in der Kita.

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    IW-Studie: 342.000 Kitaplätze fehlen

    Immer mehr Kinder wurden in den vergangenen Jahren geboren, immer mehr Eltern wollen zudem Betreuung für ihre unter Dreijährigen. Die Folge: Es fehlen Hunderttausende Kitaplätze für Kleinkinder - so das Ergebnis einer Studie.

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    Immer mehr Kinder wurden in den vergangenen Jahren geboren, immer mehr Eltern wollen zudem Betreuung für ihre unter Dreijährigen. Die Folge: Es fehlen Hunderttausende Kitaplätze für Kleinkinder - so das Ergebnis einer Studie.

    Trotz Milliardeninvestitionen in den Kita-Ausbau steigt in Deutschland die Zahl fehlender Kita-Plätze für Kinder unter drei Jahren. Das geht aus Berechnungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) hervor, wie die "Welt am Sonntag" berichtet. Demnach fehlten zum Stichtag 1. März rund 342.000 öffentlich geförderte Betreuungsplätze in Kindertagesstätten und bei Tagespflegepersonen für unter Dreijährige.

    Damit hat die Betreuungslücke seit 2015 um mehr als 127.000 Plätze zugenommen. Bezogen auf alle Kinder unter drei Jahren gab es laut IW für jedes siebte von ihnen (14,4 Prozent) keinen Platz. Im Jahr 2015 waren es 10,2 Prozent.

    Mehr als eine Million Kleinkinder brauchen Betreuung

    Das Bundesfamilienministerium verweise auf den Ausbau von 135.000 Plätzen seit 2015. "Es stimmt aber, dass weiterhin Plätze fehlen und auch, dass die Differenz zwischen Betreuungsbedarf und Betreuungsquote zwischen 2015 und 2020 gestiegen ist", sagte eine Sprecherin der "Welt am Sonntag".

    Der von den Eltern geäußerte Bedarf sei über die Jahre hinweg ebenfalls gestiegen - und zwar um 6,2 Prozentpunkte auf 49,4 Prozent im Jahr 2019. Das entspricht laut Zeitung nach IW-Berechnungen rund 1,17 Millionen benötigten Plätzen für unter Dreijährige.

    Betreuungsquote von 35 Prozent

    Im März besuchten laut Statistischem Bundesamt 829.200 Kinder in diesem Alter eine Tagesstätte oder eine öffentlich geförderte Tagespflege, die Betreuungsquote betrug 35 Prozent. "Immer mehr Eltern wünschen sich immer früher einen Betreuungsplatz für ihr Kind", hieß es laut "Welt am Sonntag" im Familienministerium. Gleichzeitig seien auch die Kinderzahlen in der Bevölkerung seit Jahren gestiegen, "sodass allein um die Inanspruchnahmequote konstant zu halten, ein Ausbau stattfinden musste".

    In den Bundesländern ist die Entwicklung der IW-Berechnung zufolge zum Teil sehr unterschiedlich. Das Saarland ist negativer Spitzenreiter. Dort fehlte für 19,8 Prozent der Kinder unter drei Jahren ein öffentlich geförderter Betreuungsplatz. Es folgen Bremen mit 19,1 Prozent und Nordrhein-Westfalen mit 18,9 Prozent.

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