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Italien nennt Regeln für Sommerurlaub | BR24

© pa|dpa

Amalfi-Küste

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    Italien nennt Regeln für Sommerurlaub

    Ärmel hochkrempeln, Strandliegen ausklappen, auch an der Amalfi-Küste freuen sich die Verantwortlichen, dass es von der Regierung in Rom grünes Licht gibt für die Urlaubssaison. Allerdings gelten strenge Hygieneregeln für die Urlauber.

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    Die Regeln, die jetzt festgelegt wurden, verbinden den Gesundheitsaspekt, der natürlich an erster Stelle steht, mit dem Wunsch der Touristen, den Strand und das Meer zu genießen." Andrea Reale, Bürgermeister von Minori an der Amalfi-Küste

    Das pittoreske Minori ist ein auch bei Deutschen beliebter Ferienort an der Amalfi-Küste. Ab heute können die Strandbad-Betreiber dort und anderswo in Italien mit den Vorbereitungen beginnen – auf der Basis des Regierungsdekrets zum Strandurlaub in Coronazeiten.

    Debatte um Abstände am Strand

    Engagierte Debatten hatte es unter anderem über die Frage geben: Wie weit müssen die Sonnenliegen am Strand auseinanderstehen? Die Intensität der Diskussion erinnerte teilweise an einen Streit über die Rentenhöhe. Vier Meter forderte das Sicherheit-zuerst-Lager, ein Meter wollten die Lockerungsbefürworter. Als Kompromiss gilt jetzt eine gesetzliche Mindestdistanz von 1 Meter 50 zwischen den Strandliegen in Italien. Auch wer an freien Stränden sein Handtuch ausbreitet, muss auf 1 Meter 50 Abstand zum Nachbarn achten.

    Volleyball am Meer verboten

    Weitere Strandregeln für den Coronasommer: Mannschaftsspiele, wie Volleyball, sind verboten, Strandtennis zu zweit dagegen ist erlaubt. Auch Schwimmen ist kein Problem – allerdings muss hier der in Italien generell gültige Abstand unter freiem Himmel von mindestens einem Meter beachtet werden (außer bei Personen mit denen man zusammenlebt). Das Tragen einer Atemschutzmaske legt die Regierung bei allen Spaziergängen nahe, auch am Strand.

    Fiebermessen am Hoteleingang

    In den Hotels an der Amalfi-Küste, berichtet Andrea Reale, laufen die Vorbereitungen für den Empfang von Gästen in Coronazeiten – auch hier entsprechend der Vorgaben der Regierung:

    "Es wird an den Eingängen Systeme zum Fiebermessen geben. Es werden Spender mit Desinfektionsgel für die Hände aufgestellt. Und es gibt in Gemeinschaftsräumen die Pflicht, eine Atemschutzmaske zu tragen." Andrea Reale, Bürgermeister von Minori an der Amalfi-Küste

    Die Maskenpflicht gilt auch für Bars und Restaurants in Italien. Am Tisch und am Tresen aber darf die Atemschutzmaske abgelegt werden. Zu anderen Gästen muss immer ein Meter Abstand gehalten werden. Online-Reservierungen sind in Hotel und Restaurants empfohlen. Die Besitzer müssen die Daten ihrer Gäste für mindestens zwei Wochen aufheben.

    In Südtirol zwei Meter Abstand vorgeschrieben

    Das sind zumindest die nationalen Regeln. Den Regionen in Italien steht es frei, sie zu verschärfen. In Südtirol beispielsweise gilt eine strengere Abstandsregel in der Öffentlichkeit. Während landesweit ein Meter die Vorgabe ist, müssen die Menschen in Südtirol mindestens zwei Meter Distanz halten. Einzelne Regionen bemühen sich auch, durch freiwillige Covid-19-Tests unter den Einheimischen Vertrauen bei potenziellen Gästen zu schaffen. An der Amalfi-Küste sollen allein in dieser Woche 1400 weitere Menschen auf das Coronavirus getestet werden.

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