Bild zeigt einen Fahrgast, der sein Handy an einem Kontrollpunkt Bahnhof Stazione Centrale herzeigt.

Mailand: Ein Fahrgast zeigt sein Handy an einem Kontrollpunkt im Bahnhof Stazione Centrale. Foto: Claudio Furlan/LaPresse/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk

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    Nach Italien reisen – ohne "Super Green Pass" wird es schwierig

    Nach Italien reisen – ohne "Super Green Pass" wird es schwierig

    Wer seinen nächsten Urlaub in Italien verbringen will, sollte gegen das Coronavirus geimpft oder davon genesen sein. Denn für viele Aktivitäten ist die 2G-Regel – in Italien auch Super Green Pass genannt - vorgeschrieben.

    Demnächst sind Winterferien in Bayern und auch Ostern ist nicht mehr allzu fern. Viele zieht es da nach Italien. Das Land wird aus deutscher Sicht nach wie vor als Hochrisiko-Gebiet eingestuft, auch wenn die Neuinfektionen gesunken sind. Die Sieben-Tages-Inzidenz lag zuletzt bei knapp unter 700.

    In Italien gilt in vielen Bereichen 2G

    Geimpft, genesen oder getestet – dies müssen alle Erwachsenen und Kinder ab sechs Jahren sein, wenn sie in das Land einreisen wollen. Allerdings: Für viele Bereiche des öffentlichen Lebens, beispielsweise in Hotels, Restaurants oder im Schwimmbad, gilt die 2G-Regel und man braucht einen "Super Green Pass".

    Diesem digitalen Covid-Zertifikat gleichgestellt sind alle in einem EU- oder Schengen-Mitgliedstaat ausgestellten Nachweise in digitalem oder Papierformat (einschließlich des gelben Impfausweises) in italienischer, englischer, französischer oder spanischer Sprache.

    Kontrolliert wird fast immer

    Manchmal wird schon am Restauranteingang kontrolliert, manchmal erst am Tisch. Doch kontrolliert wird fast immer. So zückt jeder Italiener und jede Italienerin automatisch das Smartphone und öffnet das digitale Covid-Zertifikat, wenn er oder sie in ein Restaurant geht. Denn diese G-Regel gilt schon seit längerem für alle ab zwölf Jahren in Restaurants und Bars – Skihütten eingeschlossen.

    Ebenso für den Besuch eines Museums, für die Fahrt mit dem Zug, den Gang ins Schwimmbad oder das Benutzen einer Gondel. Am schnellsten funktioniert die Überprüfung über das Einscannen des Barcodes. Auch wer in Hotels eincheckt, muss den "Super Green Pass" oder ein gleichwertiges Zertifikat vorweisen.

    Für Ausländer gibt es Ausnahmen

    Manche Corona-Impfstoffe sind allerdings in der Europäischen Union nicht anerkannt, dies betrifft etwa Menschen aus Russland oder China. Für sie hat die italienische Regierung eine Ausnahme zugelassen: Sie können mit einem negativen PCR-Test – nicht älter als 72 Stunden – oder eines Schnelltests – nicht älter als 48 Stunden – ins Restaurant oder Schwimmbad.

    Diese Regel gilt auch für Ausländer, die nicht geboostert sind und deren zweite Corona-Impfung länger als sechs Monate zurückliegt. Auch sie brauchen einen negativen Test, ebenso wie Genesene, deren Infektion länger als sechs Monate her ist.

    Keine Maskenpflicht mehr im Freien

    Als erstes Land in Europa hatte Italien die Maskenpflicht im Freien eingeführt, seit kurzem ist sie aufgehoben. Aber: Wird es eng, sammeln sich viele Menschen an einem Ort – beispielsweise beim Anstehen am Skilift – dann sollte eine Maske getragen werden.

    Auch in Innenräumen ist sie weiterhin vorgeschrieben, also in Geschäften, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Restaurant beim Gang zur Toilette. Auch die Skifahrerin und der Skifahrer sollten die FFP2-Maske stets bei sich haben, sie muss in geschlossenen Kabinen benutzt werden.

    Diskotheken wieder geöffnet

    Nach fast eineinhalb Jahren Pause und hitzigen Diskussionen im Land sind Diskotheken und Clubs wieder geöffnet. Allerdings sind die Kapazitäten eingeschränkt, nur 50 Prozent sind erlaubt. Auch hier gilt die 2G-Regel.

    Die allgemeine Impfquote in Italien ist im Vergleich zu anderen Ländern hoch. Mehr als 91 Prozent der über Zwölfjährigen haben inzwischen eine erste Dosis erhalten.

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