BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Italien blockiert "Sea-Eye"-Rettungsschiff: Anhörung vor Gericht | BR24

© Fabian Heinz/Sea-Eye
Bildrechte: Fabian Heinz/Sea-Eye

Die "Alan Kurdi" ist im Hafen in Palermo auf Sizilien festgesetzt worden

1
Per Mail sharen

    Italien blockiert "Sea-Eye"-Rettungsschiff: Anhörung vor Gericht

    Die Seenotretter der Regensburger Organisation "Sea-Eye" wollen eine vorläufige Freigabe ihres in Italien festgesetzten Schiffs "Alan Kurdi" erreichen. Jetzt hörte ein Richter die Streitparteien an.

    1
    Per Mail sharen
    Von
    • BR24 Redaktion

    Ein Gericht auf der Insel Sardinien dürfte in Kürze über die seit sechs Monaten laufende Blockade des deutschen Hilfsschiffes "Alan Kurdi" durch die italienischen Behörden entscheiden. Das sagte ein Anwalt der Betreiberorganisation Sea-Eye am Mittwoch nach einer Anhörung in Cagliari.

    Gerichtsentscheidung erwartet

    Die Seenotretter von Sea-Eye wollen in einer Eilentscheidung eine vorläufige Freigabe ihres Schiffs erreichen, bevor der Fall später grundlegend weiterverhandelt wird. Am Mittwoch hörte der Richter die Streitparteien an. "In der Regel entscheidet das Gericht wenige Tage danach", sagte der Anwalt der Deutschen Presse-Agentur.

    Nach Rettungseinsätzen festgesetzt

    Die italienische Küstenwache hatte die "Alan Kurdi" nach mehreren Einsätzen zur Rettung von Bootsmigranten im Oktober 2020 in Olbia auf Sardinien festgesetzt. Sea-Eye interpretiert dies als "Teil eines systematischen Angriffs der italienischen Behörden". Diese wollten die zivile Seenotrettung von Migranten im Mittelmeer ausbremsen. Italien hat schon mehrfach verschiedene private Schiffe in Häfen kontrolliert und wegen angeblicher Sicherheitsmängel länger gestoppt.

    Für Sea-Eye mit Sitz in Regensburg ist die Blockade nach eigenen Angaben auch ein finanzielles Problem. Denn auch im Hafen müsse eine Crew das Schiff betreuen und die Kosten liefen weiter, hieß es.