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Unisex beten | BR24

© dpa/Peer Grimm

Die Klagemauer in der Altstadt von Jerusalem, links beten bisher die Männer, rechts die Frauen

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    Unisex beten

    An der Klagemauer in Jerusalem sollen nach dem Willen der israelischen Regierung künftig Männer und Frauen gemeinsam beten dürfen. Dafür soll eine "gemischte Zone" eingerichtet werden, beschloss heute das Kabinett von Premierminister Netanjahu.

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    Die Regelung soll einen jahrelangen Streit um religiöse Rechte von Frauen an der Heiligstätte entschärfen. Israels Regierung stimmte der Einrichtung eines egalitären Gebetsbereiches mit 15 Ja- und fünf Nein-Stimmen zu. 

    Gläubigen soll es in dem einzurichtenden Abschnitt künftig gestattet werden, gemeinsame Gebete für Männer und Frauen abzuhalten. Gegenstimmen kamen den Berichten zufolge von Abgeordneten aus dem ultraorthodoxen Lager. 

    Der 900 Quadratmeter große Bereich soll südlich an die bereits existierenden geschlechtergetrennten Gebetsbereiche anschließen. Alle Bereiche sollen durch einen neuen, gemeinsamen Eingang zugänglich sein. Ferner sieht das Abkommen laut Berichten vor, dass die bestehenden geschlechtergetrennten Gebetsabschnitte weiterhin unter orthodox-jüdischer Aufsicht bleiben.