BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© picture alliance / ZUMAPRESS.com | Ashraf Amra
Bildrechte: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Ashraf Amra

Die israelische Armee beschießt weiter den Gaza-Streifen. Auch Panzerabwehrtrupps der Hamas wurden angegriffen.

3
Per Mail sharen

    Israels Militär greift Panzerabwehr-Trupps der Hamas an

    Die Nerven liegen blank im Nahen Osten. Seit Tagen feuern Anhänger der radikal-islamischen Hamas Raketen Richtung Israel. Die Armee dort antwortet mit Luftangriffen. Ziele sind auch Panzerabwehrtrupps der Hamas.

    3
    Per Mail sharen
    Von
    • BR24 Redaktion

    Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben mehrere Gruppen von Hamas-Kämpfern beschossen, die Panzerabwehrraketen abfeuern wollten. Bis Mittag seien insgesamt vier militante Trupps aufgespürt und angegriffen worden, teilte das Militär mit. Zudem hätten Streitkräfte ein Militärgelände mit drei Vorrichtungen zum Abschuss von Panzerabwehrraketen auf einem Gelände der Hamas getroffen.

    Israel meldet erfolgreiche Raketenabwehr

    Nach Darstellung der israelischen Cogat-Behörde beschoss die Hamas mit einer Rakete versehentlich eine Stromleitung in Gaza. Nach Angaben der israelischen Armee gingen seit Montagabend insgesamt rund 400 Raketen noch im Gazastreifen nieder und erreichten Israel nicht. 230.000 Menschen seien ohne Strom.

    Auch Leitungen von Kläranlagen sollen nach Angabe der Behörde beschädigt worden sein. Zudem hat die Hamas demnach eine Entsalzungsanlage abgeschaltet. Eine Viertel Million Menschen soll deshalb von der Wasserversorgung abgeschnitten sein. Weitere Details nannte die Behörde nicht. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig prüfen. Die Cogat-Behörde ist für die Verbindungen Israels mit der palästinensischen Seite zuständig.

    Ägypten will in Israel Waffenruhe vermitteln

    Aus Regierungskreisen in der ägyptischen Hauptstadt Kairo verlautet inzwischen, dass eine ägyptische Delegation zu Gesprächen mit israelischen Regierungsvertretern über eine Waffenruhe im Gaza-Konflikt nach Tel Aviv gereist ist. Dieselbe Delegation sei bereits in Gaza mit Vertretern der dort herrschenden radikalislamischen Hamas zusammengetroffen. Von dort sei sie auf dem Landweg nach Tel Aviv weiter gefahren. Ägypten hat bereits bei früheren Konflikten zwischen Hamas und Israel vermittelt.

    Am Mittwochabend verurteilte der ägyptische Außenminister Sameh Schukri in einem Telefonat mit seinem israelischen Kollegen Gabi Aschkenasi die Luftangriffe Israels auf den Küstenstreifen, die als Reaktion auf den Raketenbeschuss Israels durch militante Palästinenser erfolgten. Schukri sagte laut einer Mitteilung seines Ministeriums, es sei für beide Seiten wichtig, militärische Mittel und eine Eskalation zu vermeiden.

    Gewalt eskaliert seit Montag

    Militante Palästinenser im Gazastreifen haben laut israelischem Militär bislang insgesamt mehr als 1.600 Raketen auf Israel abgefeuert. Das israelische Militär habe bislang rund 600 Ziele im Gazastreifen beschossen. Seit Beginn des Beschusses aus dem Gazastreifen am Montagabend starben demnach bislang sieben Menschen in Israel, sechs Zivilisten und ein Soldat. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza starben in dem Küstengebiet im gleichen Zeitraum 67 Menschen, darunter 17 Kinder.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!