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Gaza-Stadt

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    Israel will Stromversorgung im Gaza-Streifen weiter reduzieren

    Rund zwei Millionen Bewohner im Gaza-Streifen sollen künftig noch weniger Strom zur Verfügung haben. Israel reagiert damit auf eine Bitte von Palästinenserpräsident Abbas. Er will Druck auf die Hamas ausüben.

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    Nach Angaben von israelischen Medien hatte Abbas die israelische Führung gebeten, die Stromzufuhr in den schmalen Küstenstreifen zu verringern. Der Palästinenserpräsident wolle damit Druck auf die Hamas ausüben, die mit seiner Fatah-Organisation konkurriert.

    Stromversorgung jetzt schon mangelhaft

    Die Bewohner des Gaza-Streifens leben bereits seit Jahren mit Stromausfällen. Zuletzt gab es nur noch etwa vier Stunden am Tag Strom. Einen Teil der Versorgung mit Elektrizität übernimmt Israel. Bisher hatte die Palästinenserbehörde dafür bezahlt. Das einzige Kraftwerk vor Ort im Gazastreifen musste vor zwei Monaten wegen Treibstoffmangels seinen Betrieb aufgeben.

    Nicht instrumentalisieren lassen


    Seit Jahren gibt es zwischen der Hamas und der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Abbas einen Machtkampf. Vor zehn Jahren hatte die Hamas gewaltsam die alleinige Kontrolle im Gazastreifen an sich gerissen. Der israelische Energieminister Juval Steinitz warnte, man dürfe sich im innerpalästinensischen Machtkampf nicht instrumentalisieren lassen.