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Israel-Wahl: Gantz-Bündnis und Netanjahus Likud fast gleichauf | BR24

© BR/Benjamin Hammer

Bei der Parlamentswahl in Israel hat sich eine knappe Entscheidung abgezeichnet: Nach ersten Prognosen lagen die Likud-Partei von Ministerpräsident Netanjahu und das Bündnis Blau-Weiß von Herausforderer Gantz nahezu gleichauf.

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Israel-Wahl: Gantz-Bündnis und Netanjahus Likud fast gleichauf

Bei der Parlamentswahl in Israel hat sich eine knappe Entscheidung abgezeichnet: Nach ersten Prognosen lagen die Likud-Partei von Ministerpräsident Netanjahu und das Bündnis Blau-Weiß von Herausforderer Gantz nahezu gleichauf.

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Kopf-an-Kopf-Rennen bei der Parlamentswahl in Israel: Die Likud-Partei des konservativen Premiers Benjamin Netanjahu kam laut TV-Prognosen auf 31 bis 33 Mandate, das Bündnis Blau-Weiß von Herausforderer Benny Gantz auf 32 bis 34 Mandate der insgesamt 120 Sitze in der Knesset.

Die Vereinigte Arabische Liste wurde mit 11 bis 13 Sitzen drittstärkste Kraft im Parlament. Die ultrarechte Partei Israel Beitenu (Unser Haus Israel) von Netanjahus Rivalen Avigdor Lieberman erhielt acht bis zehn Mandate.

Schwierige Regierungsbildung erwartet

Lieberman hatte Netanjahu nach einer Wahl im April seine Unterstützung verweigert. Deshalb war es dem Regierungschef trotz einer Mehrheit des rechts-religiösen Lagers nicht gelungen, erneut eine Regierung zu bilden. Somit kam es nun zur zweiten Parlamentswahl in Israel binnen eines halben Jahres.

Die Regierungsbildung dürfte erneut schwierig werden. Netanjahus schärfster Herausforderer Gantz schloss ein Bündnis mit Netanjahu unter Verweis auf Korruptionsvorwürfe gegen den Regierungschef aus. Netanjahu betonte im Wahlkampf, er strebe eine rechts-religiöse Koalition an. Lieberman erklärte, er werde sich nur an einer breiten Koalition beteiligen, in die Likud und Blau-Weiß eingebunden seien.

Gantz versprach Neuanfang in der Politik

Netanjahu, der am längsten amtierende Regierungschef in der Geschichte Israels, hatte seine Anhänger auch noch am Wahltag aufgerufen, angesichts des knappen Rennens wählen zu gehen. "Es ist noch nicht unter Dach und Fach. Aber wenn Sie gehen, werden wir gewinnen", rief Netanjahu auf einem Markt in Jerusalem durch ein Megafon.

Netanjahus Herausforderer Gantz, ein früherer Militärstabschef Israel, versprach bei seiner Stimmabgabe in seiner Heimatstadt Rosch Haajin einen Neuanfang in der Politik: "Wir werden Hoffnung bringen, wir werden Wandel bringen, ohne Korruption, ohne Extremismus."