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Iranischer Tanker: Gibraltar will "Grace 1" freigeben | BR24

© picture-alliance/dpa

Der Supertanker ''Grace 1'' liegt in den Gewässern von Gibraltar

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    Iranischer Tanker: Gibraltar will "Grace 1" freigeben

    Wochenlang wurde der iranische Tanker "Grace 1" vor dem britischen Überseegebiet Gibraltar festgehalten. Jetzt wollen die Behörden das Schiff wieder freigeben - unklar ist, wann es ablegen darf.

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    Gibraltar will den festgesetzten iranischen Tanker "Grace 1" wieder freigeben. Diese Entscheidung bestätigte das oberste Gericht des britischen Überseegebiets an der Südküste Spaniens. Es war aber zunächst unklar, ob das Schiff sofort wieder ablegen darf.

    Die Zeitung "Gibraltar Chronicle" berichtete, dass Gibraltars Regierungschef Fabian Picardo entschieden habe, das Schiff freizugeben. Man habe eine schriftliche Erklärung der iranischen Regierung erhalten, dass die Öl-Ladung nicht in Syrien gelöscht werde.

    Iran: USA scheitern mit "Piraterie"

    Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif erklärte zu dem Richterspruch, die versuchte "Piraterie" der USA sei gescheitert. "Nach dem gescheiterten Versuch, ihre Ziele durch Wirtschaftsterrorismus zu erreichen - einschließlich der Vorenthaltung von Medizin für Krebspatienten - haben die USA versucht, das Rechtssystem zu missbrauchen, um unser Eigentum auf Hoher See zu stehlen", schrieb Sarif im Kurzbotschaftendienst Twitter.

    USA wollen Auslaufen verhindern

    Damit wächst die Hoffnung auf eine Deeskalation in dem schwelenden Konflikt zwischen dem Iran und mehreren westlichen Ländern, darunter den USA und Großbritannien.

    In letzter Minute versuchten die USA, das Schiff am Auslaufen zu hindern. Die Regierung Gibraltars teilte mit, das US-Justizministerium habe beantragt, den Tanker wegen einer Reihe von Vorwürfen zu beschlagnahmen. Eine gerichtliche Prüfung dessen stehe noch aus.

    Seit 4. Juli festgesetzt

    Das mit iranischem Öl beladene Schiff wird seit dem 4. Juli festgehalten. Britische Marineinfanteristen hatten den Supertanker unter dem Verdacht geentert, er transportiere iranisches Öl nach Syrien. Das wäre ein Verstoß gegen EU-Sanktionen, die gegen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad verhängt wurden.

    Der Iran bestreitet die Vorwürfe. Er setzte als Vergeltung zwei Wochen später einen britischen Tanker in der Straße von Hormus wegen angeblicher Verstöße gegen das Seerecht fest.