BR24 Logo
BR24 Logo
Deutschland & Welt

Iranischer Angriff im Irak: Doch elf verletzte US-Soldaten | BR24

© BR

Entgegen ersten Angaben sind bei dem iranischen Raketenangriff der vergangenen Woche auf Stützpunkte im Irak doch mehrere US-Soldaten verletzt worden. Acht der Verletzten wurden ins rheinland-pfälzische Landstuhl gebracht.

1
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

Iranischer Angriff im Irak: Doch elf verletzte US-Soldaten

Entgegen ersten Angaben sind bei dem iranischen Raketenangriff der vergangenen Woche auf Stützpunkte im Irak doch mehrere US-Soldaten verletzt worden. Acht der Verletzten wurden ins rheinland-pfälzische Landstuhl gebracht.

1
Per Mail sharen
Teilen

Bei dem iranischen Angriff auf von ausländischen Truppen genutzte Stützpunkte im Irak am 8. Januar sind doch mehrere US-Soldaten verletzt worden. Wie das US-Zentralkommando mitteilte, seien elf Soldaten in der Luftwaffenbasis Al-Assad wegen Symptomen von Gehirnerschütterung behandelt worden. Einige seien vorsichtshalber in ein Militärkrankenhaus in Landstuhl in Deutschland und andere in ein Camp in Kuwait gebracht worden. Tote habe es bei dem Angriff nicht gegeben.

Dutzende Raketen auf Stützpunkte

Als Vergeltung für die Tötung des iranischen Generals Kassem Soleimani hatte der Iran in der Nacht zum 8. Januar den Luftwaffenstützpunkt Al-Assad und eine Basis in der nördlichen Stadt Erbil mit Dutzenden Raketen beschossen. Während das iranische Fernsehen daraufhin von 80 getöteten "amerikanischen Terroristen" gesprochen hatte, hatte die US-Regierung gesagt, es habe keine Opfer gegeben. Als "Opfer" waren in der Vergangenheit immer sowohl Tote als auch Verletzte bezeichnet worden.

Pentagon: Symptome bei Soldaten erst Tage später aufgetreten

Auf den Widerspruch hingewiesen, teilte ein Pentagonsprecher dem Sender CNN nun mit, dass die Symptome bei den Soldaten erst Tage später aufgetreten seien. Unmittelbar nach dem Angriff habe man die Situation anders eingeschätzt. Nach einer Explosion würden Soldaten aber routinemäßig auf Gehirnschäden untersucht. Im Anschluss daran müsse man jetzt die erste Einschätzung korrigieren.

Nach den Angriffen hatte es zunächst so ausgesehen, als könnte sich der Konflikt zwischen dem Iran und den USA weiter dramatisch verschärfen. Sowohl Trump als auch die iranische Führung sandten in den Tagen danach aber Signale der Deeskalation aus.

© BR

Irans geistliches Oberhaupt Ajatollah Chamenei hat nach den regierungskritischen Protesten der vergangenen Tage zur nationalen Einheit aufgerufen. Es war seine erste Freitagspredigt seit acht Jahren.