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Iran stoppt britischen Öltanker | BR24

© BR/Christian Buttkereit

Die iranischen Revolutionsgarden haben einen britischen Öltanker in der Straße von Hormus am Persischen Golf gestoppt. Dieser habe die internationalen Vorschriften nicht beachtet, hieß es.

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Iran stoppt britischen Öltanker

Die iranischen Revolutionsgarden haben einen britischen Öltanker in der Straße von Hormus am Persischen Golf gestoppt. Dieser habe die internationalen Vorschriften nicht beachtet, hieß es.

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Erneut gibt es einen Zwischenfall in der Straße von Hormus: Die iranischen Revolutionsgarden haben den britischen Tanker "Stena Impero" festgesetzt. Dieser habe gegen "internationale maritime Regeln" verstoßen, hieß es auf der offiziellen Website der Revolutionsgarden. Daher sei das Schiff beschlagnahmt worden.

Das Schiff gehört der schwedischen Firma "Stena Bulk". Das Unternehmen bestätigte den Zwischenfall und teilte mit, dass sich mehrere unbekannte kleinere Boote und ein Hubschrauber der "Stena Impero" genähert hatten, als sich das Schiff in internationalen Gewässern befunden habe.

Reederei bestätigt Vorfall

Das Unternehmen habe derzeit keinen Kontakt zur Besatzung des Schiffes. An Bord befinden sich nach Unternehmensangaben 23 Crew-Mitglieder. Es gebe keine Nachrichten über Verletzte. Man stehe in engem Kontakt zu den britischen Behörden.

Im Persischen Golf nahmen zuletzt die Spannungen deutlich zu. In den vergangenen Wochen hatte es mehrere Sabotageakte an Öltankern gegeben. Die USA werfen dem Iran vor, hinter den Zwischenfällen zu stecken.

Iranischer Tanker in Gibraltar festgesetzt

Am 4. Juli war in Gibraltar der iranische Öltanker "Grace 1" aufgebracht worden. Die Behörden des britischen Überseegebiets verdächtigen den Iran, Syrien unter Verstoß gegen internationale Sanktionen mit Öl beliefern zu wollen. Teheran hatte die Beschuldigungen Gibraltars zurückgewiesen und von einem Akt der "Piraterie" gesprochen.