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Iran beschlagnahmt weiteren Tanker | BR24

© Morteza Akhoundi/dpa

Der Öltanker «Stena Impero» wurde Mitte Juli in der Straße von Hormus festgesetzt. Jetzt hat der Iran ein weiteres Schiff beschlagnahmt.

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    Iran beschlagnahmt weiteren Tanker

    Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben ein weiteres Schiff festgesetzt. Der Tanker habe Kraftstoff für "arabische Staaten" geschmuggelt. Über die Nationalität machte der Iran keine Angaben.

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    Der Iran hat nach Angaben von Staatsmedien erneut einen "ausländischen Tanker" beschlagnahmt. Das Schiff sei in der Nähe der Hafenstadt Buschehr von Soldaten der iranischen Revolutionsgarden festgesetzt worden, weil es Kraftstoff für arabische Staaten geschmuggelt habe. An Bord hätten sich 700.000 Liter Kraftstoff befunden, die zuvor von anderen Schiffen übernommen worden waren. Die sieben Besatzungsmitglieder seien ebenfalls festgesetzt worden. Demnach fand die Aktion bereits am 31. Juli statt.

    Einzelheiten - etwa zur Flagge oder Reederei - gaben die Revolutionsgarden nicht bekannt. Die nur siebenköpfige Besatzung und die sehr geringe Fracht deuten aber auf ein kleines Schiff hin. Die iranische Nachrichtenagentur IRNA verbreitet via Twitter ein Foto, das das Schiff zeigen soll. Dieses zeigt keinen spezialisierten Tanker, sondern ein kleines Frachtschiff, das möglicherweise Tanks transportierte.

    Mitte Juli hatte es bereits einen Vorfall gegeben, der gewisse Ähnlichkeiten aufweist. Die Revolutionsgarden setzten nach eigenen Angaben den Tanker "Riah" wegen Schmuggels fest und verhafteten die sieben Mann Besatzung. Bis heute ist unklar, wem der mit 68 Meter lange Tanker gehört. Die "Riah" fuhr unter der Flagge Panamas. Die als Eigner geführte Firma aus den Vereinigten Arabischen Emiraten erklärte aber, das Schiff weiterverkauft zu haben. Der neue Eigner ist unbekannt.

    Brisante Lage im Golf

    Außerdem hatte der Iran am 20. Juli in der Straße von Hormus den britischen Tanker "Stena Impero" gekapert und in einen iranischen Hafen geleitet. Einige der 23 Besatzungsmitglieder wurden inzwischen freigelassen.

    Die Spannungen zwischen dem Iran, Großbritannien und den USA haben erheblich zugenommen. Derzeit bemühen sich die USA, einen internationalen Marineeinsatz zum Schutz der Handelsschifffahrt im Persischen Golf zu ermöglichen. Die iranische Regierung bezeichnete die dortige Präsenz ausländischen Militärs im inzwischen als "feindselige Botschaft".