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In welchen beliebten Urlaubsländern in Europa sind die aktuellen Corona-Fallzahlen am höchsten?

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    Risikogebiete und Fallzahlen: Corona-Daten für Europa

    Ab wann darf man in den Urlaub, wo kann man hinfahren? Diese Fragen begleiten uns seit Beginn der Corona-Zeit. BR24 liefert einen Datenüberblick zur Corona-Lage in Europa. Wie verläuft die Corona-Pandemie in unseren liebsten Urlaubsregionen?

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    Von
    • Claudia Kohler

    Mit dem Beginn der Sommerferien schauen viele Bayern wieder verstärkt auf die Corona-Lage in Europa: Wie entwickeln sich die Fallzahlen, wie wird die Situation in einzelnen Ländern eingestuft? Auswärtiges Amt, Innenministerium und Bundesgesundheitsministeriumstuft stufen einige der beliebtesten Urlaubsregionen als Corona-Risikogebiete ein, manche gelten als Hochinzidenz- oder Virusmutationsgebiet.

    Überblick zur Corona-Lage in Europa

    Die folgende interaktive Karte zeigt zusammenfassend, wie es aktuell in den europäischen Ländern bezüglich Corona aussieht. Über den ersten Reiter sehen Sie, wie die einzelnen Länder von den oben genannten offiziellen Stellen eingestuft werden. Wählt man ein Land aus, erhält man weitere Informationen und weiterführende Links.

    Über den zweiten Reiter kommen Sie zu den aktuellen Fallzahlen, die Daten dafür werden vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) zur Verfügung gestellt. Farblich dargestellt ist die Anzahl der neuen Fälle, auf 100.000 Einwohner gerechnet, in den vergangenen 14 Tagen. Dieser Wert wurde vom ECDC als Parameter für den Ländervergleich gewählt. Er wird in Deutschland nicht verwendet, ähnelt aber der hier für die Politik maßgeblichen 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen).

    Wählt man ein Land aus, zeigt eine tabellarische Übersicht weitere Kennwerte, etwa die Gesamtzahl an gemeldeten Infektionen und die Todesfälle.

    Grafik: Europakarte - Corona-Fallzahlen und Risikogebiete

    Risikogebiet, Hochinzidenzgebiet, Virusvariantengebiet - Einstufung richtet sich nach 7-Tage-Inzidenz

    Das wichtigste Kriterium bei der Beurteilung der Länder ist, wie in Deutschland üblich, die 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen):

    • Einfaches Risikogebiet: 7-Tage-Inzidenz über 50
    • Hochinzidenzgebiet: 7-Tage-Inzidenz über 200
    • Virusvariantengebiet: Hier ist eine spezielle Virusvariante besonders verbreitet

    Bei der Einstufung werden über den Inzidenzwert hinaus aber auch noch weitere Merkmale berücksichtig: Auf der einen Seite das Verhältnis zwischen der Anzahl der Tests und der Anzahl positiver Ergebnisse, der Anteil der sequenzierten Proben und die Impfquote. Auf der anderen Seite wird aber auch die Hygienesituation in dem Land bewertet. Eine wichtige Rolle bei den Virusvarianten spielt, welchen Anteil die betreffende Variante in einem Gebiet im Vergleich zur Bundesrepublik hat.

    In allen als Risikogebiet eingeordneten Ländern und Regionen besteht ein erhöhtes Risiko, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der täglichen 7-Tage-Inzidenz für einige der beliebtesten Urlaubsländer:

    Grafik: Corona-Inzidenzen europäischer Länder

    Daten aus vielen nationalen Quellen

    Die Daten zu den Risikoeinstufungen werden vom Robert-Koch-Institut (RKI) über das Portal einreiseanmeldung.de zur Verfügung gestellt. Alle weiteren Daten stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC).

    Das ECDC erhält die Fall- und Todeszahlen aus nationalen Quellen. Für Deutschland kommen die Daten beispielsweise vom RKI, für Österreich vom dortigen Sozialministerium. Andere Länder wie Frankreich berichten ihre Fälle direkt ans ECDC. Nicht jedes Land übermittelt tagesaktuelle Daten. Deshalb kann nicht für jedes Land eine 7-Tage-Inzidenz berechnet werden, die Karte und die regionale Tabelle werden nach Kalenderwoche aktualisiert.

    Außerdem sind die Zahlen nicht ohne Weiteres vergleichbar. Die Teststrategien und Meldesysteme der europäischen Länder unterscheiden sich stark voneinander. Durch die Verwendung einer 14-Tage-Inzidenz und die Angabe der Zahlen pro Kalenderwoche wird versucht, Schwankungen und Unterschiede ein Stück weit auszugleichen.

    Dennoch kommt es auch zu größeren Fehlern. Luxemburg etwa berichtet seit August nur noch Fallzahlen, die von luxemburgischen Bürgern gemeldet werden. Daraus resultierte einige Wochen lang eine negative Zahl im Vergleich zu den Vortagen. Die Daten für eine Kalenderwoche werden immer am Donnerstag der Folgewoche veröffentlicht.

    Teils große regionale Unterschiede

    Das ECDC stellt den 14-Tage-Wert auch für Regionen unterhalb des nationalen Levels zur Verfügung. In der folgenden Tabelle finden Sie die regionalen Zahlen der vergangenen Kalenderwoche für viele beliebte Urlaubsgebiete:

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